Wenn Nervensägen an den Nerven sägen - Rudi Rhode über Regelverstöße, Machtkämpfe und Gesichtsverlust im Klassenzimmer
Shownotes
**Willkommen zurück aus den Sommerferien!
**Wir starten direkt mit einem Kaliber ins neue Schuljahr: Rudi Rhode. Studierter Sozialwissenschaftler, 14 Jahre Schauspieler und Pantomime und seit fast 30 Jahren der Mann, den Schulen rufen, wenn die Nerven blank liegen. Sein Buch „Wenn Nervensägen an unseren Nerven sägen" ist der Pädagogik-Bestseller zum Thema, inzwischen in der 13. Auflage. Er hat fürs ZDF die Körpersprache von US-Präsidentschaftskandidaten analysiert und für DIE ZEIT das Kanzler-Duell – aber sein Herz schlägt fürs Klassenzimmer.
Es geht um Handys, die nicht rausgerückt werden. Um Machtkämpfe, die niemand gewinnen kann. Und um die vielleicht wichtigste Frage des Schulalltags: Habe ich wirklich verloren, wenn ich in dieser Stunde nicht gewinne?
Gedanken für den Unterricht:
80 Prozent Körpersprache: In Konflikten wird im Klassenzimmer viel zu viel geredet. Rudi bringt aus 14 Jahren Bühne mit, was im Lehramtsstudium schlicht ausbleibt – und warum die Bedeutung des Körpers beim Deeskalieren komplett unterschätzt wird.
Der Körper wirkt nach innen: Das größte Aha-Erlebnis der Folge. Gesten wirken nicht nur als Signal nach außen, sondern zurück in die Person, die sie macht. Die Grenzziehung mit der Hand stoppt auch mich – und schützt mich davor, selbst übergriffig zu werden. Handflächen nach oben, und die eigene innere Haltung kippt automatisch in Richtung Deeskalation.
Regeln aufstellen ≠ Regeln durchsetzen: Sinnstiftung gehört an den Anfang des Schuljahres – am besten partizipativ. Aber bei 10 bis 15 Regelverstößen pro Unterrichtsstunde jedes Mal neu zu begründen, führt direkt in die Diskussionsfalle.
„Die Durchsetzung einer Regel auf der Basis von Erniedrigung ist ein Misserfolg." - RUDI RHODE
Link, die sich lohnen:
Rudis Institut, alle Seminare, das Trainer:innen-Team und demnächst auch das neue achtstündige E-Learning-Video: www.empower-konflikttraining.de
Buchtipp: Rudi Rhode & Mona Sabine Meis – „Wenn Nervensägen an unseren Nerven sägen. So lösen Sie Konflikte mit Kindern und Jugendlichen sicher und selbstbewusst" (Kösel). Der Longseller, breiter angelegt: Schule, Elternhaus, Kita.
Buchtipp: Rudi Rhode & Mona-Sabine Meis – „Regelverstöße – stopp! Wege zum sicheren Umgang" (Cornelsen, Reihe Scriptor Praxis). Der Titel klingt härter, als das Buch ist – zugeschnitten ausschließlich auf Unterrichtssituationen.
In eigener Sache 📣
Wir wachsen! Ab sofort verstärkt Bianca unser Podcast-Team – und schon in einer der nächsten Episoden feiert sie an Tobis Seite ihren Einstand.
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Transkript anzeigen
00:00:02: Die Zündschnur des Schülers, der Schülerin wird noch kürzer.
00:00:05: Es ist unklug in solchen hitzigen Phasen auf Diegen und Brechen sein Standpunkt durchsetzen zu wollen.
00:00:11: Wenn ich deeskalieren möchte muss sich auch gleichzeitig in dem Moment wertschätzen.
00:00:15: Das ist die Kombination!
00:00:18: Die Durchsetzung einer Regel auf der Basis von Erniedrigung ist ein Misserfolg weil sich das reicht.
00:00:24: Schülerinnen und Schüler, die einen leichten Regelverstoß begehen haben ein Recht auf Deeskalation Egal wer es ist.
00:00:30: Das ist achtzig Prozent Körpersprache, also da wird viel zu viel geredet im Klassenzimmer in Konflikten.
00:00:38: Der Körper wirkt nicht nur als Signal nach außen, sondern viel interessanter ist er.
00:00:43: Wirkt für mich nach innen.
00:00:45: Ich höre dann natürlich manchmal aber sie werben seltener Kommentare wie es mir doch egal ob der sein Gesicht verloren hat.
00:00:51: Ja die kommen ja immer noch so leckte aus der schwarzen pädagogik.
00:00:54: Die sind natürlich da diesbezüglich auch lernresistent.
00:00:56: also da machen ja gar keine illusionen wenn ich jetzt im unterricht das händi nicht bekomme weil der Schüler in der haltung der verweigerung ist.
00:01:04: Nämlich dass als niederlage war.
00:01:05: wenn ich zum beispiel an alpha sage was was wo?
00:01:07: die Handy bleibt in deiner Tasche, wir klären das gleich.
00:01:10: Da gibt's einfach viele Lehrer und Lehrer, die sagen, ja man hat doch verloren!
00:01:14: Wenn der jetzt keine Konsequenz kriegt, habe ich gesagt wieso hast du denn verloren?
00:01:19: Der Lehrer-Podcast von den ersten Schritten bis zum täglichen Spagat im Klassenzimmer.
00:01:36: Damit herzlich willkommen zurück aus den Sommerferien und damit mitten rein ins neue Schuljahr.
00:01:42: Ihr hört Lehrkraft!
00:01:44: Bester Job der Welt, Ausrufezeichen Fragezeichen?
00:01:46: Den Podcast für alle die das Lehren lieben oder diese Begeisterung wiederfinden wollen.
00:01:52: Tobi ein ganzes Jahr Lehrer-Positiv-Podcast Experiment liegt jetzt hinter uns.
00:01:58: Meine Güte wie schnell die Zeit vergeht
00:01:59: oder?!
00:02:00: Ja, total.
00:02:01: Man hat das kaum irgendwie gemerkt wie das vorbeigeht.
00:02:03: und auch im zweiten Jahr wollen wir euch jetzt genau das geben was im Schulalltag leider oft viel zu kurz kommt nämlich voller Akkus Zuversicht Und der Blick auf die schönen Seiten unseres Berufs.
00:02:15: denn davon gibt es mehr als genug.
00:02:17: Alex Wir starten heute direkt mit einer Corrifel ins neue Schuljahr.
00:02:21: absolut
00:02:22: absolut ja.
00:02:23: unser heutiger Gast wurde streng genommen gar nicht von uns eingeladen sondern von unseren eigenen Gästen.
00:02:29: Du erinnerst dich Alex, ne?
00:02:31: Voll gesetzt mit Betty Schmidt.
00:02:32: Lehrkräftepreisträgerin die sagte der Umgang mit Unterrichtsstörung ist Technik.
00:02:38: das kann man lernen und nennt genau das Buch was wir gleich ansprechen worden.
00:02:42: Und Melina die mit den fliegenden Tischen outet sich als Zitat absolutes Fan Girl und lässt nicht nur in dieser Folgegrüße ausrichten sondern auch noch gestern Abend wo wir mit ihr geschrieben haben
00:02:55: Genau!
00:02:56: Und heute hört er uns nicht nur zu sondern er sitzt hier
00:03:00: Rudi Rode Studierter Sozialwissenschaftler, vierzehn Jahre Schauspieler und Pantomime.
00:03:06: Und seit fast dreistig Jahren der Mann den Schulen rufen wenn die Nerven blank liegen.
00:03:12: Sein Buch – Wenn Nerven sägen an unseren Nervensägen ist der Pädagogik-Bestseller zum Thema, inzwischen in der dreizehnten Auflage.
00:03:22: Er hat fürs ZDF die Körpersprache von US-Präsidentschaftskandidaten analysiert und für die Zeit das Kanzlerduell.
00:03:29: aber sein Herz schlägt fürs Klassenzimmer!
00:03:32: Rudi
00:03:32: Rode, herzlich willkommen.
00:03:33: Gute Morgen.
00:03:35: Rudi du bist seit fast dreißig Jahren mit Menschen zugange bewusst und kontrolliert den Umgang mit Konflikten zu trainieren und zu
00:03:44: üben.
00:03:46: Jetzt mal unter uns.
00:03:50: In der letzten Zeit gab es doch bei dir auch garantierte Situationen, die dich aus der Haut haben fahren lassen oder?
00:03:57: Die Situation gibt es immer wieder, die ich mich aus der Haut fahre und das ist selbst als Konfliktrainer und kommt das immer wieder vor klar.
00:04:05: also die Frage ist ja aus der haut fahren?
00:04:08: Also wie geht man damit um?
00:04:09: oder wie gehe ich damit um?
00:04:11: Und da gibt es natürlich Situationen, gerade als Radfahrer immer wieder im Wuppertaler-Straßenverkehr wo ich dann wirklich denke höre.
00:04:18: Ja aber das sind dann eben auch Situationen wo du abgedrängt wirst oder so.
00:04:22: Das kocht das mal ganz schnell über und dann schreihe ich die Autofahrer an.
00:04:26: Ich habe gelesen dass deine Frau auch Professorin ist in diesem Bereich.
00:04:32: wie streitet sich das denn zu Hause wenn beide Profis für Konfliktbewältigung sind?
00:04:38: Wir haben ein ganz gutes Verfahren, das klingt so technisch.
00:04:42: Aber wir wissen wenn die Konflikte zu heiß werden, dass es dann besser ist eine kurze Auszeit zu machen und ich glaube das ist das Schlüsselerlebnis für uns Wesen.
00:04:55: Wenn man das einfach hinkriegen und dann mal ne halbe Stunde auseinander gehen um wieder zusammenkommen Und diese Erfahrung, die habe ich natürlich auch in meinen Trainings verwendet.
00:05:06: Also ich glaube auch da gibt es ganz viele Parallelen.
00:05:09: wenn da Konflikte hochkochen ist es besser manchmal zu sagen weißt du was?
00:05:12: Wir klären das gleich nicht jetzt und dann eben das zulassen statt in die Eskalation reinzugehen und den Machtkämpfe die man sowieso nicht gewinnen kann.
00:05:21: Jetzt warst du vierzehn Jahre Schauspieler und Pantomime.
00:05:25: Was hat dir die Bühne über das Klassenzimmer eigentlich beigebracht, dass im Lehramtsstudium eher ausbleibt?
00:05:32: Ich glaube vor allen Dingen die Bedeutung der Körpersprache.
00:05:35: Also klar, es gibt immer wieder die Sätze auch – Das Klassen Zimmer ist eine Bühnen für die Lehrerinnen, für den Lehrer, das glaube ich auf, dass da ein Teil davon wahr ist aber das ist für mich gar nicht so sehr der Punkt gewesen sondern einfach die Erfahrung Fünfzehn Jahre lang im Grunde, die Erfahrung machen konnte auf der Bühne wie wichtig die Körpersprache ist.
00:05:57: Und das auch mal systematisch.
00:05:59: und als ich aus dem Theater rausgegangen bin und angefangen hab mit Trainings habe ich erstmal wirklich Körpersprachen unterrichtet gar nicht Konflikt.
00:06:07: Dann habe ich aber relativ schnell gemerkt dass mir das zu wenig ist weil da wurden an mich Dinge herangetragen Erwartungen Wünsche Hilft mir anderen Menschen besser zu lesen oder hilft mir zu einer neuen Körpersprache und das funktioniert einfach nicht.
00:06:21: Und mit diesem Ansprüchen kam ich nicht klar, die waren wir zu hoch und die konnte sich nicht erfüllen und wollte sie auch nicht erfühlen.
00:06:30: Das wäre für mich Schalatanerie gewesen.
00:06:31: und dann habe ich den Konfliktbereich sozusagen damit reingenommen und dann gemerkt in dem Moment wo ich als Lehrer wenn im Konflik bin deeskaliere konfrontiere es ist achtzig Prozent körpersprach.
00:06:43: also da wird viel zuviel geredet im Klassenzimmer, in Konflikten.
00:06:47: Und die Bedeutung des Körpers der Körperschwache um mal die Luft rauszunehmen beispielsweise zu deeskalieren wird komplett unterschätzt.
00:06:56: und das ist glaube ich die Erfahrung die ich gesammelt habe.
00:06:59: Das ist das was ich aus dem Schauspiel in meine Trainingssinein hole weil das ist halt total relevant.
00:07:07: Ja ich verstehe das so was du sagst Rudi?
00:07:09: Du sagst wir Überintellektualisieren Konflikte und das Miteinander im Klassenraum, und vergessen eigentlich unsere Wurzeln.
00:07:17: Unsere vielleicht auch sozialen und biologischen Wurzeln die ja eher mit Körpersprache einhergeht?
00:07:23: Ist es was?
00:07:25: Ja das ist es auch!
00:07:26: Und ich glaube auch dass es also überintellektionalisiert ist vielleicht das eine und das andere ist zum Beispiel auch in Konflikten nicht klar zu haben.
00:07:36: wenn ich eine Regel implementiere zu Beginn eines Schuljahres Da mache ich eine Sinnstiftung, da sage ich die Regel aus denen und den Gründen.
00:07:43: Da diskutiere ich mit den Schülerinnen oder Schülern oder beteilige sie sogar an der Aufstellung dieser Regel.
00:07:49: also das was du vielleicht sagtest mit Intellektor ist es notwendig dass man über die Sinnhaftigkeit diese Regeln sich auseinandersetzt.
00:07:59: aber wenn die Regel implementiert ist, wenn sie aufgestellt im Klassenraum selbst mit fünf, zwanzig, dreißig Kids.
00:08:06: Da mache ich doch nicht jedes Mal neu eine Sinnstiftung.
00:08:08: aber das ist das was viele Lehrerinnen und Lehrer dann eben machen.
00:08:11: Dann gehen sie nochmal rein und begründen noch mal und die Kinder kommen dann und sagen ja aber bringen dann ihre Argumente und die versuche ich dann zu widerlegen.
00:08:20: Ja und dann merke ich auch mal, dann laufe ich in die Diskussionsfalle rede viel zuviel.
00:08:25: Aber das ist da nicht unbedingt eine Intellektualisierung sondern es ist einfach dass sich Nicht klar habe, was will ich jetzt?
00:08:31: Worauf kommt es hier an und was ist meine Kernbotschaft.
00:08:34: Und wie bringe ich die so
00:08:35: rüber?".
00:08:36: Also eher eine Auftrennung von Regelfindung und danach die Phase des Miteinanders wo die Regeln gelten.
00:08:44: Ja!
00:08:44: Dass sich das eben klar hat wenn ich im Unterricht bin... Da hab' ich keine Zeit, da hab', ich fünfundzwanzig Kids passieren Pro Unterrichtsstunde garantiert zehn bis fünfzehn Regelverstöße und die kann ich nicht jedes Mal wieder neu begründen, man kann nicht machen aber das bringt nichts.
00:08:58: Und dann einfach mal hinzugehen und klar zu sagen Rudi Komm gib mir bitte dein Handy und dann kommen halt ja aber wieso?
00:09:04: Ich habe doch nur kurz auf die Uhrzeit geguckt und dann fange ich an ne das hat du hast länger drauf geguckt schon wenig in der Diskussion schnell einfach zu sagen Wir brauchen das nicht zu diskutieren.
00:09:13: Komm, gib's bitte ab!
00:09:14: Und dann mach ich das eben.
00:09:15: und das ist dann eben warum das ganz wichtig ist dass man das vor allen Dingen auch trainiert.
00:09:21: Dass sich da wirklich auch in dem Moment wo ich sage Rudi gibt mir mein Handy, dass ich dann die Hand ausstrecke dahin und sozusagen die offene Hand wo klar es Da möchte ich gerne das Handy haben in meiner Hand.
00:09:32: Und diese Hand strecke ich aus, muss natürlich gucken dass der Abstand nicht zu gering wird und so weiter.
00:09:37: also kommt da auf ein bisschen Feintuning an aber dann lasse sich vor allen Dingen die Hand stehen.
00:09:43: Es ist ein Impuls, ich sage Rudi gib mir bitte das Handy, dann strecke vielleicht sogar die Hand parziell aus ziehe sie dann aber sofort wieder zurück.
00:09:51: wenn ich aber die Hand auch strecke kombiniere mit meiner Botschaft Rudi gebt mich bitte das handy und die Hand stehen lasse bleibt meine Botschaft stehen So und dann habe ich sozusagen meine Kernbotschaft, bleib stehen über meinen Körper.
00:10:03: Und dann hab' ich mit meinem Restkörper die Möglichkeit Beziehungsarbeit zu machen damit der Konflikt nicht eskaliert.
00:10:13: Das sind auch da, ne?
00:10:15: Meine zentrale Botschaft ist eigentlich relativ einfach.
00:10:20: Die ist klar!
00:10:21: Aber was ich dann mache, das ist sehr aktiv die nächsten dreißigvierzig Sekunden damit dieser Konflikt nicht eskaliert.
00:10:28: Wenn ich nur meine Hand ausstrecken würde mit der Botschaft und da nichts mehr sagen würde wäre das zu viel Druck weil der andere fängt ja an zu argumentieren und das prallt alles ab und das ist nicht mehr deeskalativ.
00:10:40: also Es ist ein ganz schmaler Pfarr zwischen klare Botschaft, aber wenn die sozusagen in Form einer stringenten kaputten Schalblauch darüber kommt kann der Konflikt zum Machtkampf werden weil da ist keine Wertschätzung mehr drin.
00:10:54: Es geht eben nicht nur um Durchsetzungsfähigkeit.
00:10:57: also die Hand alleine reicht nicht.
00:10:59: Wenn ich deeskalieren möchte muss ich auch gleichzeitig in dem Moment wertschätzen.
00:11:03: das ist die Kombination.
00:11:06: Ja und
00:11:06: die Beziehungsebene da irgendwie noch zu verlieren eine geliebte
00:11:10: Beziehungs-Ebene.
00:11:13: Also Konflikt ist ja immer Beziehung, auch Kampf ist ja Beziehungen.
00:11:16: Aber in einer Deeskalation ist die Beziehungs-Ebene näherzustellen.
00:11:20: also emotionale Nähe.
00:11:23: Du hast schon gesagt, wenn man Regeln aufstellt dann ist das im Prinzip das Ergebnis eines Verhaltens, was ich erwarte auch in der Klasse.
00:11:30: Du würdest Schüler partizipieren lassen bei der Regelerstellung wahrscheinlich aus dem Grund einfach weil es dafür sorgen kann dass die Schüler sich abgeholt fühlen gehört fühlen in dem Moment wo die Regeln wichtig sind sie zu erstellen.
00:11:43: erstmal ne?
00:11:44: Ich war jetzt an vielen Schulen wo die jetzt ein komplettes Handyverbot durchgesetzt haben.
00:11:51: Das hat umgesetzt eben nicht durchgesetzt.
00:11:54: Aber wo klar ist, Handys weder im Unterricht noch auf dem Schulhof... Also es werden immer mehr Schulen die das machen und die sagen alle, das ist ein ganz langer Prozess.
00:12:03: Wir müssen die Schülerinnen ins Boot holen.
00:12:05: wenn wir das nicht machen haben wir permanente Kämpfe Und wir müssen die Eltern mit ins Bootholen.
00:12:10: also diese Prozesse und beispielsweise diese Regel zu implementieren.
00:12:14: Die gehen nur partizipativ weil der Buch ist viel zu groß da hängt viel zuviel dran und sie brauchen unheimlich viel Zeit.
00:12:21: Und im Kleinen glaube ich, dass das natürlich bei vielen Regeln der Fall ist.
00:12:26: Je mehr ich die Schüler mitnehme, abhole, partizipiere – bei der Implementierung eines Regelwerks, desto mehr Druck nehme ich raus!
00:12:36: Trotzdem werden die Regeln immer wieder in Frage gestellt und ich werde getestet, gilt hier wirklich weil selbst wenn ich jetzt als Schüler oder als Schülerin participativ beteiligt worden bin an Regel XY heißt das ja nicht, dass ich im aktuellen Fall dann doch mal das Bedürfnis habe neben Gesprächen immer in der Nachbarin zu führen.
00:12:55: Ja du erklärst es in deinem Buch als Kosten-Nutzenanalyse die jeder individuell für sich erstmal abbiegt.
00:13:01: könnte sie sich jetzt lohnen trotzdem die Regel zu brechen?
00:13:04: Naja und welche Bedürfe zu schlägen dahinter?
00:13:06: und weil man muss ja auch nochmal dazu sagen bei vielen Kindern und Jugendlichen Die können sich auch gar nicht an bestimmte Regeln halten.
00:13:15: Also ist ja nicht immer nur eine Provokation oder in den Fragestellen oder das Ausloten von Grenzen, es ist ja oft Unfähigkeit im Sinne von ich kann mich jetzt nicht mehr konzentrieren oder ich kann nicht mehr stillsitzen und dann erwächst daraus ne Störung.
00:13:35: Das wisst ihr besser als ich weil ihr seid Lehrerinnen und Lehrer und ein Großteil des Regelwerks geschieht gar nicht in der Absicht Grenzen auszuloten zu provozieren, die entstehen aus Unachtsamkeit und Nachlässigkeit.
00:13:47: Aus Unvermögen sich jetzt gerade an die Regel zu halten.
00:13:51: Das Gute ist halt nur diese Regeln.
00:13:54: Die kriege ich natürlich innerhalb von ein paar Sekunden gemanagt weil da reicht dann oft ein kleiner Hinweis und dann halten sie sich wieder für ein paar Minuten an die Regeln.
00:14:07: Genau den Grad finde ich sehr schwer abzuwägen im Unterricht in der Praxis.
00:14:12: Zwischen, der Schüler hat das wirklich gerade nur aus Versehen gemacht und weiß nicht weil er mit der Impulskontrolle nicht mehr so ganz dabei ist, sechste Stunde am Freitag und es ist hibbelig und ihr schon sehr aufgekratzt, wer sonst jemand der dauerhaft provoziert?
00:14:27: Und ich habe immer die Befürchtung dass wenn ich dem ersten Schüler also der der vielleicht gerade am Rande seiner Kräfte ist Wenn ich dem das jetzt durchgehen lasse dann schaffe ich einen Präzedenzwall für die anderen Schüler, die das sofort nutzen um ihre systematischen Regelbrüche zu legitimieren.
00:14:43: Ja, das ist natürlich... Das ist ja das Risiko.
00:14:46: aber ich glaube trotzdem und ich weiß das von meinen Enkeln, die sind zwischen neunzehn und sechs.
00:14:53: also ich habe sie immer wieder gefragt wie war das bei dir oder wie ist das bei Dir im Unterricht?
00:14:57: Weil die hatten natürlich auch durch den Die hatten auch Ese-Kinder drin und da gab es unterschiedliche Regelwerke für die Kinder.
00:15:04: Und ich habe sie gefragt, wie ist das?
00:15:06: Findest du das ungerecht?
00:15:08: Das?
00:15:08: die anderen haben gesagt Nein!
00:15:10: Es ist manchmal ungerecht aber die Lehrerin hat's uns erklärt.
00:15:15: Also ich glaube wenn man... das ist wieder eine Haltungsfrage.
00:15:19: Wenn mich von der Haltung überzeugt bin also von der inklusiven Haltung gleiches nicht gerecht und gerecht ist nicht gleiche und ich glaube dass ein pädagogischer Grundsatz der muss gelten.
00:15:30: Wenn ich von diesem Grundsatz überzeugt bin als Lehrerin oder Lehrer, das ist meine Grundhaltung.
00:15:34: Dann weiß ich eben auch dass sich da unterschiedlich agiere.
00:15:38: und dann kommt natürlich der nächste Schritt, dass ich diese Grundhaltungen den Kindern auch vermitteln.
00:15:44: Wahrscheinlich nicht mit allen Masern immer wieder vermittelt und auf der Basis eine Legitimation dafür hole in gleichen Situationen möglicherweise mich anders zu verhalten.
00:15:54: Wir unterscheiden in unseren Trainings vier Formen von Widerstand also Vier Formen, wo Schüler – wie leisten Schülerinnen und Schüler Widerstand um beispielsweise ihr Handy zu behalten?
00:16:05: Um es nicht abzugeben.
00:16:07: Und als eine Form von Wider Stand ist wir nennen das Test-Spiel.
00:16:10: dann fangen die an zu diskutieren.
00:16:12: Dann gibt's ne andere Form vom Wider stand Das ist die Verweigerung.
00:16:15: Die diskutieren eigentlich die sagen einfach nur Nö mein ich Mir egal kein Bock.
00:16:20: Dann gibts ne dritte Form Es ist der Angriff, wo die dann durchaus auch mal sich im Ton vergreifen.
00:16:25: Und die vierte Form von Widerstand ist der Effekt, wo sie dann... Du sprichst sie wegen irgendwas an und die explodieren.
00:16:30: Hat gar nichts mit dem Handy zu tun, kann ganz andere Ursachen haben.
00:16:33: Ja?
00:16:34: Dann nehme ich jetzt mal die Verweigerung raus.
00:16:36: Die Verweigungen sagen, ne mach' ich nicht!
00:16:39: Und wir unterscheiden zwei Formen von Verweagerung.
00:16:43: Die kalte Verweegerung, wo jemand... Das ist einfach... Nee, moin, kein Bock.
00:16:47: Und die heiße Verwegerung, Wo jemand wirklich auch schon in den Emotionen und da sagt, nee mach', nein, ich geb das nicht
00:16:53: ab!!
00:16:53: Mach ich überhaupt gar so.
00:16:54: Ja, und meine Verweigerung ist klar... Ich habe ja im Unterricht nicht mehr als dreißigvierzig Sekunden Zeit um mich beispielsweise jetzt hier mit der Handyfrage zu beschäftigen.
00:17:03: Ich kann ja da jetzt nicht fünf Minuten diskutieren das macht doch keinen Sinn!
00:17:08: Also wir sagen immer nach dreizig vierzig Sekunden dass es das Feld des Konfliktes in dem musst du gut sein.
00:17:14: aber in dreizig vierzig sekunden kriege ich bei einem verweigerenden Schüler egal ob kalt oder heiß das Handy.
00:17:21: Das heißt, ich komme dann relativ schnell an die Linie, wo ich das Feld des Konfliktes verlasse und auf Plan B gehe.
00:17:28: Und da unterscheiden wir – wenn klassischerweise gehen die Lehrerinnen und Lehrer auf die Konsequenzebene, wenn du jetzt nicht dann….
00:17:37: Das macht aber bei der heißen Verweigerung keinen Sinn!
00:17:40: Es ist kontraproduktiv.
00:17:42: Das heißt sich unterscheide da.
00:17:44: Beide machen im Prinzip das Gleiche Rücken ihr Handy nicht raus.
00:17:47: Nur der eine will es nicht, weil er in einem Machtkampf ist und der andere kann das in dem.
00:17:52: Kann gar nicht genau.
00:17:53: So bei dem einen würde ich dann hingehen sagen Rudi du hast zwei Möglichkeiten und so.
00:17:58: Da kann ich auf die rational-kognitive Ebene gehen bei der kalten Verweigerung.
00:18:02: Bei der heißen Verweagerung nichts sondern da wende ich Druckrausmethoden an.
00:18:07: Sag ich zum Beispiel weise kommt wirds ne kurze Auszeit haben oder wir besprechen das gleich packt das Handy weg.
00:18:14: Also da gibt's ja fünf sechs sieben Druck raus techniken die.
00:18:17: So
00:18:17: eine Tür öffnen, wo die Kinder dann auch rausgehen ohne das Gesicht zu verlieren?
00:18:20: Ja ne auszeit oder wenn der richtigen.
00:18:24: also da gibt es sechs sieben Techniken die wir dann auch mit den Beeren machen.
00:18:27: so auch dass ist ja im Kern eine ungleichbehandlung.
00:18:30: wenn man aber sie ist pädagogisch begründbar und meiner Meinung nach sie ist pedagogische Not wenn ich sie muss sogar sein... ...und sie bedarf wieder der Vermittlung.
00:18:43: also auch das muss ich den Kindern voll mitteln.
00:18:46: Warum?
00:18:46: Der eine, warum gehe ich da auf die Führungsebene, auf die Konsequenz-Ebene und bei dem anderen auf die
00:18:55: Gestaltungsebene?".
00:18:56: Tobi, eine Frage nebenher!
00:18:58: Hast du dich was das Ganze angeht... also es macht ja total dahin Rudi, was du erzählst.
00:19:03: aber hast du dich da im Referendariat oder durch das Referendariat angemessen abgeholt gefühlt?
00:19:12: Es gab nicht ein Wort zu Konflikten in Schule.
00:19:16: Gar nicht!
00:19:17: Ganz im Gegenteil, ich hatte direkt nach dem Ref so Probleme mit einem Schüler der mich derart über meine Grenzen gebracht hat dass ich mich erst aber ertappt habe wie jeden Abend eine Flasche Bier zur Stadt bis meine Frau sagte ey Tobi das ist keine umgang mit Stress macht es nicht.
00:19:34: wir haben ein Yoga angefangen weil meine Frau hat früher geschaut spielt in der Schule und auch hobbymäßig und freizeitmäßig Und dann haben wir gemeinsam Konfliktsszenarien geübt, wo sie mir geholfen hat adäquat non-verbal und körperlich zu reagieren auf diese Schüler.
00:19:50: Halt eben sicher.
00:19:52: hinstellen beide Füße auf dem Boden nicht zeigen dass du nachgibst starke Stimme Und das hat dann geholpen.
00:19:59: also nicht das Bier ist die Lösung Das ist ganz wichtig sondern das Non verbale plus eben Die Worte die man rausbringt.
00:20:06: Also es gibt einen fundamentalen Unterschied zwischen einem deeskalativen stehen unter einem konfrontativen stehen.
00:20:13: Also ich fange mal an mit, weißt du wenn ich eine Situation deeskalieren möchte.
00:20:16: Mit einem Schieler halte ich erstmal schon Mal mehr Abstand.
00:20:22: Dann stelle ich mich nicht konfrontativ auf.
00:20:25: also ich stelle mich nicht sozusagen so ne so auf.
00:20:28: Auf plus dann genau?
00:20:30: Nee vor allen Dingen nee das meine ich noch gar nicht.
00:20:33: Und
00:20:33: tal zum gegenüber?
00:20:33: Frontal zum gegenüber.
00:20:34: Also Front
00:20:36: zu Front.
00:20:37: Wenn ich deescalieren möchte stelle Ich mich seitlich leichtseitig weil Das Grundprinzip der Kommunikation in unserem Kulturkreis weigesprechen ist, wir stehen nie konfrontativ von da.
00:20:48: In unserem Kulturkreis stehen die Oberkörper sind immer leicht versetzt und lassen uns Raum.
00:20:53: Und das ist Deeskalation.
00:20:54: Raumlassen!
00:20:55: Das heißt in der Deescalation würde ich nicht für einen Schüler, wenn ich deeskalieren möchte, nicht konfrontativ entstellen sondern leicht seitlich.
00:21:03: Ich würde dem Raum lassen.
00:21:05: Alles was den in die Ecke treibt einengt Nicht deeskalation.
00:21:10: Das heißt, da kommt dazu, wie?
00:21:14: Welchen Status nehme ich ein?
00:21:17: Die erste Frage ist für mich dann immer wenn ich mich gleich vor den Hinstellen der Eskalation oder Konfrontation und das hängt von der Schwere des Regelvorstoßes ab was möchte Ich jetzt erreichen?
00:21:27: dass heißt vor diesen Schüler der sagt Herr Rode Der hat mich geboxt Wenn ich da erst mal hingehen wollte und wird das beruhigen wollen Dann würde ich mich dees kalativ hinstellen leicht zu sagen Max gut pass auf So was ist keine Person.
00:21:37: Und dann würde ich jetzt gucken, was das zu nehmen und wie reagiert der andere?
00:21:40: Aber wenn er aber sagt, der Wichser hat mich geboxt... Das ist für mich eine andere Stufe.
00:21:48: Da würde
00:21:48: ich mich konfrontativ einstellen.
00:21:50: Ganz klar erst mal sagen, Moment stopp!
00:21:51: Wichser nicht.
00:21:53: Ja?
00:21:54: Dann würde ich im nächsten Schritt sagen, Uli, was ist hier gerade passiert?
00:21:57: Darf gehe ich in die Deeskalationen?
00:22:00: Ich mache es tatsächlich über meine Hände und das übe ich auch mit den Leuten.
00:22:04: Wenn die also Wenn die konfrontieren, mache ich diese Bewegung ganz so.
00:22:10: Um eine Grenze zu markieren auf das Eine.
00:22:12: und wenn ich aber in die Di-Eskalation gehe, sage ich mal was sich gerade passiert?
00:22:16: Einladen das Handflächen nach oben, genau ich würde übersetzen es einmal ins Audio also vom Handflächern weg, so die typische Stoppgiste hinzu, so wie es übrigens im Cornelsen Buch war, hinzu Handfläche nach oben und eher empfangend.
00:22:30: ja
00:22:32: Das hat ja zwei Bedeutungen.
00:22:34: Die eine Bedeitung ist die, die ich dann zum anderen mache also sozusagen was sich sende an die andere Person.
00:22:41: Ja durch die durch die Handflächen oder Stopps sende ich dann noch mal markiere ich nochmal körper spare ich die Grenze.
00:22:47: das ist ja.
00:22:48: ne Konfrontation ist eine klare grenzziehung.
00:22:50: So ja und wenn ich dann die handfläche denn nur wenn ich diese Geste mache die Hand flächeln nach oben und so weiter und frage immer guti was ist los?
00:22:58: Was ist hier gerade passiert?
00:23:00: Das ist natürlich auch ein Signal nach außen, was ich aber viel interessanter finde noch mal.
00:23:04: Und das ist oft ein Aha-Erlebnis, dass diesen Gesten nicht nur nach Außen wirken sondern nach innen in die Person, die sie machen.
00:23:13: Das heißt wenn ich eine Grenzziehung mache mit den Händen nach Außend dann hilft es gleichzeitig, dass ich meinerseits nicht übergriffig werde gegenüber dem Schüler und ihnen Zusammenscheiße weil das ist keine Konfrontation.
00:23:25: Das heisst Es stoppt auch mich!
00:23:29: Und hilft mir, ja, respektvoll eine Grenze zu ziehen.
00:23:34: In dem Moment wo ich die Handflächen öffne merke ich direkt wie mein ganzes Körper über meinen Körper verändert sich meine innere Haltung und ich komme automatisch von der inneren Haltung in eine Deeskalation.
00:23:45: das heißt Der Körper wirkt nicht nur als Signal nach außen sondern viel interessanter ist er wirkt für mich nach innen.
00:23:54: Ganz kurze Unterbrechung in eigener Sache, liebe Zuhörende.
00:23:57: Denn auch im neuen Schuljahr versorgen wir euch alle vierzehn Tage mit einer frischen Dose ist Motivation.
00:24:03: Aufgepasst?
00:24:04: Manchmal erscheint die neuste Folge nicht hier sondern bei unserem Schwester-Podcast Deutschlands ausgezeichnete Lehrkräfte!
00:24:10: Dort kommen die Kolleginnen und Kollegen zu Wort, die Schülerinnen und Schülern als wirklich ausgezeichnet erleben.
00:24:18: Abonniert also am besten direkt beide Kanäle dann verpasst ihr im zwei Wochen Rhythmus garantiert keine Folge.
00:24:23: Und natürlich, wenn der KollegInnen einfallen die Interesse an dieser Episode mit Rudi Rode haben zum Umgang mit Konflikten dann ist genau jetzt der Zeitpunkt dem Teilen Button zu nutzen und diese Folge weiterzuleiten!
00:24:51: Jetzt aber zurück zu dir, Rudi.
00:24:54: Also man merkt das auch, du weißt es vielleicht von mir nicht, aber ich bin selber in Fortbildungen aktiv wo ich Überhaltung referiere und natürlich geht's da auch um Regelimplementierung.
00:25:06: und jedes Mal schauen wir das Video bei YouTube.
00:25:11: Ich glaube, es hat auch mehrere Zehntausend Klicks oder so.
00:25:14: Wir nerven Segen an unseren Nervensegen.
00:25:16: also das Kurzwideo zum gleichnamigen Buch von dir und die Resonanz ist immer absolute Begeisterung bei den Lehrkräften.
00:25:27: Ja, ganz genau!
00:25:28: Wahrscheinlich auch durch deine schauspielerische Leistungen weil du spielst in diesem Video ja auch Schüler die sich dann weigern und so weiter.
00:25:35: es fühlen sich wirklich unisono immer alle abgeholt.
00:25:39: deswegen muss ich an der Stelle einfach mal Werbung noch einmal für das Buch und auch für das Video machen Weil über Lachen über Betroffenheit ist in diesem video beim Publikum alles dabei.
00:25:50: Ja, ich weiß dass dieses Nervensägenbuch ist natürlich ein totaler Render mittlerweile.
00:25:56: Weiß ich gar nicht.
00:25:56: seit fünfzehn zwanzig Jahren aber das ist ja in einem Publikumsverlag erschienen und da musste ich ja dann auch Konflikte im Elternhaus mit reinbringen also von Eltern mit ihren eigenen Kindern oder in Akita.
00:26:12: Aber ich glaube für Lehrerinnen und Lehrer... Unser Adressatenkreis.
00:26:18: Das ist das andere Buch bei Cornelsen, ein Titel weiß ich gar nicht mehr, das habe ich jetzt gerade vergessen viel aktueller weil das ist wirklich nur für Lehrerinnen und Lehrer darauf zugeschnitten also dass es nur Unterrichtssituationen sonst gar nichts und das ist bei den Nerven sägen natürlich breiter angelegt.
00:26:36: Ist es Regelverstöße?
00:26:38: Stopp!
00:26:39: Wege zum sicheren Umgang.
00:26:41: Ja ein blöder Titel muss ich jetzt leider sagen ist nicht vor mir.
00:26:45: Ja, weil es ist das suggeriert so was so etwas hartes.
00:26:50: Genau stopp ich will jetzt nicht genau
00:26:53: und das ist ja nur ein kleiner Teil von dem was wir machen.
00:26:57: und regelverstöße stoppen ist halt konfrontativ.
00:26:59: aber unser schwerpunkt ist die deeskalation.
00:27:02: ja und deswegen aber Der Nerven sägen.
00:27:05: Titel, der ist natürlich super.
00:27:07: Da verdient jemand eine Gehaltserhöhung du?
00:27:08: Das
00:27:09: war tatsächlich von meiner Frau und mir.
00:27:11: Nein
00:27:12: das ist so... Alex soll man in die Schnellrunde übergehen?
00:27:18: Machen wir Rudi.
00:27:19: also wir haben ein paar Fragen an dich die du ganz kurz und knackig beantworten kannst und alternativ fragen.
00:27:30: ich leg einfach mal los.
00:27:31: Bühne
00:27:32: oder Klassenzimmer
00:27:34: Beides.
00:27:34: Ich muss beides machen, also ich stehe wieder ganz oft auf der Bühne.
00:27:39: Schwebebahn oder Zug?
00:27:44: Schwebebahnen fahr' ich tatsächlich nie weil im Wuppertal fahre ich nur Fahrrad und im Zug permanent.
00:27:49: Worte oder Körpersprache?
00:27:53: Ja... Also Körpersprache, achtzig Prozent von dem was wir machen ist körpersprachlich.
00:28:00: von daher aber Worte sind wichtig.
00:28:02: Worte sind wichtig!
00:28:02: Ich will das nicht gegeneinander ausspielen.
00:28:04: Auch hier ein Und.
00:28:07: Kaputte Schallplatte oder Spotify?
00:28:11: Spotify mache ich nicht, als Musiker ist Spotify ein Verbrecherverein.
00:28:15: Die zahlen nichts an die Künstlerinnen und Künstlern.
00:28:19: Nervensägen oder Musterschüler?
00:28:22: Welche sind dir lieber?
00:28:23: Nervenssägen ganz klar!
00:28:26: Musterschülern sind auch langweilig.
00:28:30: Regel- oder Beziehung?
00:28:31: Beziehungen.
00:28:33: Einordentlich.
00:28:33: Sofort ne?
00:28:34: Ja sofort
00:28:36: Können wir noch einweil über die Nervensägen sprechen?
00:28:38: Das würde mich jetzt interessieren, wieso du sofort ohne nachzudenken wie aus der Pistole geschossen sagst.
00:28:44: Eigentlich eher Nervenssägen!
00:28:46: Ja weil sie querer sind, weil die herausfordernder sind.
00:28:50: ich finde ihr auch interessanter weil die haben Ecken und Kanten und damit muss ich mich auseinandersetzen.
00:28:55: und wenn ich mir meine vier Enkel angucke also ich habe mein ältester ist jetzt neunzehn der jüngste ist sechs dann haben wir einen elfjährigen Die ist fünfzehnt, die sind alle sehr eckig und kantig.
00:29:08: Aber ich liebe das!
00:29:09: Und das sind schon aufteilweise Nerven sägen aber das sind keine Musterschüler innen.
00:29:16: von daher eindeutig.
00:29:18: Sehr sympathisch.
00:29:21: Du hast es doch auch so ein systemischer Ansatz zu sagen dass die Nerven-Sägen, die schwarzen Schafe, die Ausbrecher aus Systemen oft diejenigen sind, die im dysfunktionalen System am gesündesten reagieren.
00:29:34: Ja, ja.
00:29:35: Kann ich mir auch vorstellen dass das... Ich glaube, ich war eine Nervensäge früher und bin dann auch ganz quere Wege gegangen und glaube nicht immer funktional.
00:29:46: Ich kann zum Beispiel auch nicht ins System rein.
00:29:49: Ich war immer selbstständig während meiner ganzen Zeit und von daher... Das trifft sich bei mir auch.
00:29:57: Wir lehlen schon ein Kind, das die ganze Zeit nur Jahr und Abend sagt.
00:29:59: Und natürlich verstehe ich dass Papa... Da denkst du ja auch irgendwas ist da komisch?
00:30:02: Das trägt ja auch keine Gesellschaft ne?
00:30:04: Einer der alles abnickt und er zu jedem immer nur konform zustimmt.
00:30:08: Du brauchst eine Distance zum Fortschritt.
00:30:10: Absolut!
00:30:12: Stell dir einfach mal vor wir sind jetzt Tobi & Ich deine achte Klasse so wie sie richtig puppertär.
00:30:18: Montag sechste Stunde alle müde und hinten rumoren Die ersten Rebellen.
00:30:24: Was machst du in den ersten Sechzig Sekunden?
00:30:28: Ich glaube, das sind alles... Also diese Frage zum Beispiel.
00:30:32: Die kann ich nicht beantworten.
00:30:36: Das mache auch immer wieder deutlich in meinen Seminaren oder auch in... Ich war nie Lehrer.
00:30:43: So und das heißt, ich beschäftige mich mit Konflikten.
00:30:50: eine Sensibilität dafür entwickelt, wie schnell Gesichtsverlust entsteht bei Schülerinnen aber auch bei Lehrern.
00:30:56: die nennt es dann Autoritätsverluste.
00:30:58: So und da gucke ich mir das an und wie kann ich das vermeiden?
00:31:01: Also ich arbeite zwar immer wenn ich meine Trainings mache mit ganz konkreten Situationen, aber das sind idealtypische Situation wo ich sage Es geht jetzt nicht um diesen Konflikt ja Aber jetzt Die zwei Situationen kann Ich dann vielleicht was sagen.
00:31:17: auch aber auch Da sage ich immer wieder Eigentlich müsste ich die betroffene Person dann auch sehen, weil ich da auch an der Körpersprache ganz viel festmache und so.
00:31:27: Und das heißt jetzt im Umkehrschluss, ne?
00:31:29: Solche Situationen, die wirklich unterechtsspezifisch sind.
00:31:32: Die kann also... Ich könnte sie als irgendwie beantworten aber ich fände das aus meiner Sicht hybris.
00:31:38: dazu was zu sagen.
00:31:40: Da bin ich raus!
00:31:43: Da deckst du dich Rudi mit vielen Gästen, die wir in unserem Podcast haben, Allgemeingültige Plätze zu formulieren oder allgemeine Rezepte zu geben, die Unisono sagen das geht nicht.
00:31:56: Das zu tun wäre unaufrichtig und das machen wir
00:31:59: nicht.".
00:31:59: Genau ja, das ist genau der Punkt!
00:32:02: Oder ich mache mal ein anderes Beispiel auch immer, ne?
00:32:05: Also klar, dann habe ich einen Seminar, da sind für zwanzig, vierundzwanzig Leute drin und dann schildert eine Lehrerin sozusagen einen Fall Und sie beschreibt dann die Schülerinnen und Schüler.
00:32:16: Dann wird sie das besprechen, was ich auch richtig finde, was Ich auch mache.
00:32:21: Da weiß ich aber genau.
00:32:22: aufgrund ihrer Schilderung haben jetzt alle zwanzig-fünfundzwanzig Lehrerinnen und Lehrer unterschiedliche Bilder im Kopf.
00:32:28: Wir würden nie über das Gleiche reden.
00:32:29: Das heißt als erstes was ich immer mache, dann sage ich hier okay pass auf.
00:32:35: Spiel das mal ganz kurz an!
00:32:37: Diese Situation wie ist der Schüler, wie ist die Schülerin?
00:32:39: Wie verhält ihr sich?
00:32:40: ja das muss nicht perfekt sein aber so dann.
00:32:42: und dann sag ich jetzt haben wir es gesehen.
00:32:45: Und jetzt können wir über.
00:32:46: genau jetzt sprechen wir über die gleiche Schüler wenn über die gleichen Situationen.
00:32:50: nur dann können wir überhaupt zu möglicherweise Lösungen oder Ansätzen kommen.
00:32:57: weil nur dass macht Sinn man muss es wirklich sehen.
00:33:01: Da sind so viele Details, wie hoch es der Erregungsgrad ist, je nach Fakten ist, die nicht cool ist.
00:33:05: Und überhaupt was sagen zu können.
00:33:08: und das geht nie als Rezept.
00:33:11: Aber als eben und so nämlich dich wahr durchaus aber als Gesamtsystem wenn du sagst Es gibt diese Eskalationen Stufen und es gibt diese Möglichkeiten.
00:33:21: Es gibt also nicht das Rezept aber es gibt ein System dass Wenn man es verinnerlicht hat hilft in Situationen alle Qua zu reagieren.
00:33:30: Ja, also zum Beispiel was ich sage.
00:33:34: Du gehst zum Schüler zu einer Schülerin die hat mehrfach gestört und du sagst dann so beim nächsten bei der nächsten Störung sitzt du rein am Einzeltisch und dann gehe ich hin und sagt komm setze dich mit da hinten hin.
00:33:43: Der hat nochmals stört und er sagt ihn will ich gehen nicht.
00:33:46: Dann kommt das Null.
00:33:47: Mit dem Null entsteht der Konflikt.
00:33:49: wenn die direkt gehen würde hätten wir ja keinen konflikt.
00:33:52: Der Konflikten steht ja nicht durch das tun sondern dadurch dass zwei Standwunten aufeinander stoßen.
00:33:57: Ich sage Du setzt dich bitte an den Einzeltisch, mein Gegenüber sagt Nö ich gehe nicht.
00:34:02: Dann haben wir den Konflikt.
00:34:02: durch das Nö entsteht der Konflikten.
00:34:05: So und dann habe ich fünf Sekunden Zeit zum Beispiel um zu wissen was ist der Hintergrund dessen dass sie nicht geht.
00:34:13: Ich weiß ja erstmal nur Sie geht nicht.
00:34:15: Ja fünf Sekunde will ich wissen Willst du mich jetzt testen?
00:34:18: Ist es eine Verweigerung?
00:34:19: bist du vielleicht sogar im Angriffsmodus oder fliegt dir gleich so?
00:34:23: Also gehe ich hin und sag Rudi setze sich bitte da hinten hin.
00:34:25: Und die sagt nö.
00:34:26: Und dann wiederhole ich nochmal und jetzt kommt die Reaktion der Schülerin.
00:34:30: Sagt sie, ja aber ich habe doch nur ganz kurz, dann weiß ich okay Modell du bist jetzt im Test-Spiel oder
00:34:37: sie will diskutieren.
00:34:39: Dann weiß ich was ich zu tun hab weil das übe ich mit den Lehrerinnen und Lehrern.
00:34:42: Standing im Test, im Spiel Oder sie sagt ne ich setze mich da nicht hin.
00:34:49: Dann weiss ich Vorweigerung in diesem Fall eher eine kalte Erregungsgrad ist relativ.
00:34:53: oder sie sagt mir egal du hast mir gar nichts zu sagen.
00:34:57: Das heißt innerhalb von fünf Sekunden weiß ich und das ist jetzt sozusagen, ja es ist natürlich letztlich ein Modell aber eines was täglich passiert.
00:35:07: Und das heisst oder ein anderes Beispiel war wie ich arbeite also ich denke immer in Kategorien von Konflikten.
00:35:17: Es sind leichte Regelvorstöße.
00:35:18: beispielsweise Das kann seinen Schüler wirft ein Papier neben dem Papierkorb, hebt es nicht auf oder unterhält sich leise mit der Nachbarin im Unterricht in einer Stillarbeitsphase.
00:35:28: Das sind für mich eine Kategorie, das sind leichte Regelverstöße weil sie zu ersten Mal stattfinden und weil Sie nicht viel Raum einnehmen, weil sie nicht stark grenzverletzend sind, das kann man ja kategorisieren.
00:35:41: So und dann kommt für mich das Modell wo ich sage oder Modell ist mehr als eine Haltung.
00:35:46: Schüleren und Schüler die einen leichten Regelverstoß begehen haben ein Recht auf Deeskalation.
00:35:52: Egal, wer es ist...
00:35:54: Ist toll!
00:35:55: Wie im Fußball.
00:35:56: Wer ein leichtes Faul begeht hat einen recht auf Dee Eskalation und die gelbe Karte wäre da nicht angemessen.
00:36:03: das wäre so es wäre unfair.
00:36:07: für mich ist die Messlatte für dass was ich tue wie ich reagiere ja mit welcher Intensität mit welchem Status immer die schwere des Regelverstoßes und er ist in zweiter Linie die Person, die ihn ausführt.
00:36:20: Und dann will dich einfach Kategorien von Regelvorstoßen und dann übt man wie was ist Deeskalation?
00:36:26: Das kann ich an jedem Beispiel üben und ich kann es auf jedes Beispiel übertragen wenn es denn ein leichter Regelverstoß ist!
00:36:33: Ich verstehe jetzt warum du sagst Du kannst keinen allgemeingültiges Rezept geben für die achte Klasse im Montag sechste Stunde weil in dem Verhalten der Kinder so viel feingranulare So viel Differenzierung stattfinden könnte, dass das unterschiedliche Handlungsweisen von dir erfasst.
00:36:50: Vielleicht kriegen wir das Beispiel ja so spezifisch hin.
00:36:53: Wir ziehen es ein bisschen konkreter sagen weil ich bin der Schüler.
00:36:57: Wir sitzen in der achten Klasse Ich bin Puppertät und die Emotionen kochen hoch Und du unterrichtest und ich sag dann nur sowas wie einfach ungefragte die klasse.
00:37:06: Herr Rode Der hat mich geboxt hier der Alex hat mich gebobst schon wieder.
00:37:13: Da würde ich wahrscheinlich erst mal deeskalativ reingehen.
00:37:17: Auch gerade weil der Erregungsgrad hoch ist, aber der Regelverstoß ist doch kein großer schwerer Regelvorstoß.
00:37:23: was er jetzt gerade macht also die Tatsache dass der sagt er hat nicht geboxt ja jetzt muss sich natürlich überprüfen stimmt da stimmt das nege und so weiter wer es wo gehe ich dann dahin?
00:37:34: sitzen die neben?
00:37:35: so?
00:37:35: das sind natürlich jetzt die müssen wir jetzt wieder alle.
00:37:38: Ja, man müsste es jetzt wieder... Jetzt würde ich dem ins Seminar sagen.
00:37:41: Okay, dann lass uns das kurz inszenieren.
00:37:44: Dann müsst ihr einmal sehen und erst dann würde ich reagieren können.
00:37:51: Aber erstmal würde ich jetzt sagen wenn der Seite erholt, der hat mich beboxt.
00:37:54: Das ist für mich jetzt erstmal ruhig hingeben im Moment ganz kurz so.
00:37:57: Da würde ich wahrscheinlich erst mal die Eskalativ-Fragen gehen.
00:38:00: Das ist ein total logisch.
00:38:02: Ich muss mich auch gerade daran erinnern, als ich selber Schüler war.
00:38:04: Ich war auch jemand der durchaus mal die Konfrontation gesucht hat.
00:38:09: und in dem Moment wo ein Lehrer sich ja wie du schon gesagt hast Tobi so aufblustert oder frontal hinstellt und vielleicht noch irgendwie die Arme in die Hüfte und macht sich noch breiter und so habe ich mich erst recht provoziert gefühlt.
00:38:25: Und dann weiß ich gerade als Publantierer Jugendlicher, wenn du deine soziale Stellung austestest und markieren willst.
00:38:32: Ja klar!
00:38:33: Dann gibt es den Lehrer als Sparringpartner.
00:38:35: Genau
00:38:36: so nach dem Motto was will er denn jetzt?
00:38:37: Sehr gut, dann gehen wir mal in den Konflikt ne?
00:38:41: Das ist natürlich unter Genderaspekten finde ich das auch nochmal immer interessant weil das werde ich hier mal gefragt ja... Wenn ich da jetzt auf dem Schulhof bin und ich gehe da in eine Gruppe von Raucherinnen und Rauchereien, da haben doch Männer große Männern Vorteil.
00:38:54: Wo ich dann gegenüber Frauen sage Moment stopp das ist so eindeutig nicht.
00:39:00: möglicherweise produzierst du als Mann wenn Du Dein Status zu hoch wirst produzierst Du evozierst Du Machtkämpfe.
00:39:08: Und wenn Du als Frau deeskalativ freigesagt Leute komm ihr wisst hier ist ein Durchgangsbereich geht mir die Zigaretten bitte rüber.
00:39:14: Dann kann Ich Doch Als Junge Als siebzehnjähriger Junge ohne Gesichtswollos gehen.
00:39:20: Wenn aber jemand da reinkommt und sagt, du gehst jetzt sofort rüber?
00:39:22: Ich gehe überhaupt nicht rüber!
00:39:23: Du gehst
00:39:24: rüber?!
00:39:24: Mach ich gar nichts!
00:39:25: So zack bin ich im Machtkampf Und dann geht es nicht mehr um die Zigarette wo ich die rauche Dann gehts direkt... Da findet eine Motivverschiebung statt Und in den Machtkämpfen geht's niemals mehr um das Ausgangspfrage Rauchen ja hier wo?
00:39:40: nein?
00:39:41: Sondern es geht um vielmehr.
00:39:43: Bei dem Jungen geht´s dann um Und ansehen, dann Status.
00:39:48: Da stehen noch ein paar Jungen drum herum und bei mir geht es um eine Autorität.
00:39:52: Das geht innerhalb von zwei Sekunden und das wird nicht durch die Semantik sondern durch die Körpersprache.
00:40:02: Mit welchem Status gehe ich in Konflikte rein?
00:40:05: Da ist es leider so dass dann eben häufig zu hoch reingegangen wird in Konflikte, schwertungsmäßig zu martialisch sicherer Stand und so.
00:40:15: Und dann produziere ich genau die Machtkämpfe, die ich dem anderen schon sozusagen a priori unterstelle.
00:40:22: der macht das ja unzu provozieren.
00:40:25: Weißt du was Tobi?
00:40:26: Alex, bitte!
00:40:27: Ich glaube, das ist so ein typisches Ding was ich immer mal wieder bei Lehrkräften erlebe die einfach per se glauben dass sie ja weil Sie die Lehrkraft sind.
00:40:37: Einfach ist doch klar!
00:40:38: Ich habe hier die Autorität
00:40:40: und die
00:40:40: spiele ich sofort aber wie der Elefant im Porzellanladen
00:40:45: aus.
00:40:46: Genau mein Gedanke den ich gleich ansprechen will absolut genau dieser Reflex diese Angst vor dem Autoritätsverlust das Lehrkräfte sofort auf hundert Prozent bringt.
00:40:56: Ja, das ist Angst vor Autoritätsvorlust.
00:40:59: Möglicherweise dass eine oder auch eine in Anführungsstrichen antiquierte Vorstellung von Autorität.
00:41:05: Also da spielt ja auch dann, wenn man's gendern, das würde ich schon auch gerne weil es spielen natürlich auch männlichkeitsdingende Rolle und also das ist schon sehr komplex.
00:41:16: aber das ist ein ganz zentraler Punkt.
00:41:19: wie definiere ich für mich Autoritat?
00:41:21: Und das geht ja weiter.
00:41:22: Wenn ich jetzt im Unterricht das Handy nicht bekomme, weil der Schüler in der Haltung der Verweigerung ist.
00:41:29: Nämlich dass als Niederlage war.
00:41:30: wenn ich zum Beispiel dann einfach sage was, was Rudi?
00:41:33: Handy bleibt in deiner Töschel wir klären das gleich.
00:41:35: Da gibt es einfach viele Lehrer und Lehrer die sagen vor allem Lehrer du sagst ja aber hab' ich doch verloren.
00:41:41: Wenn der jetzt keine Konsequenz kriegt habe ich gesagt wieso hast Du denn verloren?
00:41:44: Ja auch da muss ich's immer vormachen.
00:41:47: Das geht wenn ich das Schilder würde das nicht reichen.
00:41:51: Ich muss es vormachten.
00:41:53: Die fünfundzwanzig die dann da sitzen.
00:41:55: ist das so okay?
00:41:55: ich spiele bei dieses zähne holen wir mit Spielern der Schüler des händi nicht ausgibt spielt das dann und frage dann vertagt den konfliktsach klippung klar soll die pass mal auf das läuft ja auf dem machtkampf heraus.
00:42:08: name the game.
00:42:09: wir klären das nicht jetzt.
00:42:11: wir klaren dass gleich in der pause und das handy ist solange aus sondern heißt ich bleibe in der Führung hat einen hohen status und verlasst an den Konflikt.
00:42:19: Und dann frage ich die Lehrerinnen und Lehrer, die das beobachtet haben und auch den Mitspieler war ich ein Loser.
00:42:24: Dann sagen sie alle Mäh!
00:42:26: Und dann benenne ich natürlich die Kriterien – das muss ich machen – warum ich nicht gelusst habe, was sich da gerade gemacht habe um mich zu loosen?
00:42:35: Und dann mache ich das gleiche nochmal mit der gleichen Wortwahl, fahre aber meinen Status runter.
00:42:39: und dann sage ich beispielsweise Udi, warte mal auf, das läuft hier gerade auf dem Machtkampf raus.
00:42:45: Da hab ich, wir klären das gleich in der Pause.
00:42:47: Da haben alle gelust und da sag' ich an was ist der Unterschied?
00:42:50: Mein Status.
00:42:51: Körpersprache.
00:42:52: Achtzig Prozent.
00:42:54: Gleiche Wortwahl!
00:42:56: Das heißt wenn ich ein Konflikt führe kann ich ihn auch vertagen.
00:42:59: Ich muss das Handy nicht kriegen im Unterricht um zu in Anführungsstrichen meine Autorität zu wahren.
00:43:05: Weil ich muss den Konflekt führen weiterführen.
00:43:10: Und wenn ich das definiere als Autorität in Erführung bleiben Ja, dann komme ich natürlich zu ganz anderen Ergebnissen.
00:43:17: Dann kann ich auch mal da locker mit umgehen, dass sich jetzt das Handy nicht kriege.
00:43:20: und am Ende der Stunde hören alle Schülerinnen und Schülern vor mir folgende Ansage ihr bitte raus in die Pause, Rudi bleibt bitte hier.
00:43:27: wir müssen noch was klären.
00:43:29: Ja aber das muss ich ja machen.
00:43:31: Das heißt Alex, ich bringe es einmal kurz auf dich.
00:43:33: Ich habe nämlich dazu auch noch etwas Lustiges.
00:43:35: Das heisst also ein Konflikt muss nicht auf biegen und berechen im Moment des Entstehens erzwungenermaßen gelöst werden Sondern es reicht aus, wenn er auch im Nachgang gelöst und konfrontiert wird.
00:43:48: Hauptsache man lässt ihn nicht irgendwie auslaufen und ignoriert ihn.
00:43:53: In der neuen Autorität da gibt's viele Analogien zu dem was wir machen.
00:43:57: in einer neuen autorität heißt das schmiede das Eisen wenn es kalt ist.
00:44:01: ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen.
00:44:02: Es ist unklug in solchen hitzigen Phasen auf wiegen und brechen seinen Standpunkt durchsetzen zu wollen weil wenn Also, jetzt kommen wir wieder an eine Haltungsfrage.
00:44:13: Wenn ich eine Regel durchsetze um den Preis der Erniedrigung eines Schülers einer Schülerin oder einer Gruppe dann war ich nicht erfolgreich.
00:44:21: die Durchsetzung einer Regel auf der Basis von Erniedrigung ist ein Misserfolg weil sich das reicht Die Beziehung leidet die Zündschnur des Schülern wird noch kürzer.
00:44:35: Der Preis der Erniedrigung ist meiner Meinung nach zu hoch, als dass ich von Erfolg regnen könnte.
00:44:40: Und in dem Moment sage ich ganz klar die Durchsetzung der Regel auf Kosten der Erniedrigungen ist nicht erfolgreich und auch nicht autoritätsfördert.
00:44:50: Was für ein schöner Satz... Du
00:44:52: glaubst nicht wie sehr du uns gerade abholst, Rudina?
00:44:55: Ja,
00:44:55: ja.
00:44:56: Weil diese Kolleginnen oder Kollegen – ich sag mal wirklich, du hast ja schon gesagt das ist manchmal auch so ein Männlichkeitsding – glauben ja dass man nur so mit denen umgehen muss oder sollte und merken gar nicht wie sehr sie durch die Spirale der Eskalation im Prinzip selbst auch Gefahr laufen.
00:45:17: Da kommen ja Aggressionen auf bei Schülern.
00:45:21: Manchmal hört man ja auch davon, da gibt es natürlich viele Ursachen.
00:45:23: Aber warum Lehrer in Gewaltsituationen geraten mit Schülerinnen und Schülern?
00:45:29: Aber ich glaube das ist wirklich etwas was Lehrkräfte die auf Beziehung aus sind, auf eine funktionierende Beziehungen Und erstmal darauf wert legen dass hier das Zwischenmenschliche stimmt.
00:45:39: Die Gefahr ist doch äußerst gering wenn diese natürliche Autorität haben Dass sie in solche Situationen geraden Auch wenn Sie natürlich noch vorkommen können weil andere Faktoren eine Rolle spielen.
00:45:50: oder
00:45:50: Ja, ich meine, rein geraten können wir natürlich.
00:45:52: Weil wir sind Menschen, wir haben natürlich auch Nervenkostüben was manchmal dünner ist und also rein geratten können wir alle in der Situation der Eskalation.
00:46:03: aber da kommt dann ja die Frage wie gehe ich dann im Nachhinein damit um?
00:46:07: Ich kann ja auch...ich höre dann natürlich manchmal aber sie werden seltener Kommentare wie es mir doch egal ob er sein Gesicht verloren hat.
00:46:16: Ja, ich weiß.
00:46:17: Aber die gibt's ja noch solche gekommen.
00:46:19: Die kommen immer noch so mehligter aus der schwarzen Pädagogik und so weiter.
00:46:25: Die gibt es und die sind natürlich diesbezüglich auch lernresistent.
00:46:29: also da machen wir keine Illusionen.
00:46:31: aber ansonsten wenn ich jetzt mal... Also ich glaube niemand von uns ist davor gefeit um mal sozusagen in die Falle zu tappen und eine Regel durchzusetzen nicht bei sich zu sein, außer sich zu geraten und Schülern und Schülerinnen zu erniedrigen.
00:46:45: Die Frage ist doch wie gehe ich damit um?
00:46:48: Nein im Nachhinein.
00:46:49: Ich kann dann sagen ja hat er ja verdient.
00:46:51: oder ich kann eben hingehen und sagen gestern wir hatten den Konflikt der ist eskaliert.
00:46:55: Ja sorry ich habe da auch überreagiert und in Inhalter des Klares ging uns rauchen das schwiege ich zu.
00:47:00: aber die Art wie's gemacht hab ich war gestern am Vater nehmen so.
00:47:05: Das finde ich ist auch autoritätsfördernd.
00:47:08: Absolut!
00:47:09: Und die Kinder lernen Niemand ist perfekt und sie lernen dann den Umgang mit eigenen Fehlern.
00:47:15: Und wie man konstruktiv mit fehlern umgeht quasi am modell, ne?
00:47:18: Ja klar.
00:47:19: Ich muss dir wirklich danke sagen weil ich habe das buch.
00:47:23: Ich halte es gerade noch mal in die Kamera wenn Nervensegen an unseren nerven segeln.
00:47:28: dafür genutzt, um auch als Vater nicht nur als Lehrer dazu zu lernen.
00:47:31: Und allein ein Tipp ist mir total habe ich total häufig umgesetzt aus diesem Buch und zwar wenn etwas passiert das dann regelverstoßt ist und wir wissen nicht so ganz welche Konsequenz soll dass jetzt haben zu sagen Ich weiß noch nicht so Ganz Welche Konseqenzen hat aber es wird eine haben und Es wird Eine geben.
00:47:50: Das Hat mich So viel sicherer gemacht Wenn Jetzt IrGentwas Passiert Zu Sagen Ja Okay, kannst du weiter so machen?
00:47:57: Aber es wird Konsequenzen haben.
00:47:58: Ich weiß noch nicht welche aber es wird eine geben und das nutze ich vielleicht schon fast zu häufig diese Methode.
00:48:05: Aber im Umgang mit eigenen Kindern und auch Kindern Jugendlichen in der Schule total gut.
00:48:12: also vielen Dank!
00:48:14: Ja und was was ich dann immer auch zurück gemeldet bekomme wir arbeiten ja dann auch mit dem System darauf hast Du ja gerade angespielt mit den zwei Möglichkeiten dass ich sagen würde Du hast zwei Möglichkeiten Du ziehst das hier durch, du setzt dich da hinten nicht auf den einzelnen Tisch kannst du machen.
00:48:27: Ich trage dich nicht rüber aber dann gibt es Ärger.
00:48:29: Ja welchen denn?
00:48:30: Das wirst du dann sehen dass werde ich in Ruhe besprechen.
00:48:32: wenn du dem vermeiden willst setzst du dich dahinten hin.
00:48:35: und jetzt der nächste Schritt wo ich deine Entscheidung.
00:48:38: du hast fünf Minuten Zeit dich zu entscheiden diese fünf Minuten da reinzugeben für die Entscheidung ja erhöht die Wahrscheinlichkeit dass er sich umsetzt um achtzig neunzig Prozent.
00:48:47: das ist Wahnsinn!
00:48:48: Die Rückmeldung habe ich von Schulen die sagen diese fünf minuten Sind der Schlüssel, dass sich die Quote drastisch erhöht?
00:48:56: Dass sie sich doch noch übersetzen.
00:48:57: Das sind so Kleinigkeiten.
00:48:59: Super.
00:48:59: Ja, aber die haben eine sehr gute Erkunft.
00:49:02: Fand ich grandios!
00:49:03: Tobi du hattest noch eine weitere Frage und genau dann komme ich nämlich auch noch zu einer.
00:49:08: und dann glaube ich... Ich
00:49:08: habe mich gestern mit
00:49:09: einem Kollegen
00:49:10: unterhalten auch über Konflikte, Deeskalation.
00:49:13: Rudi Du sagst wer schreit hat schon verloren.
00:49:17: Jetzt hab' ich einen Kollegen der hat gesagt ja ich hab da Schüler in Die sind so gut da drin, meinen einen wunden Punkt immer wieder zu triggern.
00:49:26: Die drücken denen so gekonnt!
00:49:28: Ich
00:49:28: kann nicht anders als aus der Haut zu fahren.
00:49:31: Was erwieterst du dem Kollegen?
00:49:35: Dem würde ich erwidern... Ich meine er kennt seinen Punkt.
00:49:39: das ist ja schon mal der erste Schritt.
00:49:40: Ja aber ich mein sagen wir es wird für ihn keinen Weg dran verweise ich mit diesem Punkt auseinanderzusetzen und gucken dass er diesen punkt Allmählich, das wird lange dauern sozusagen neutralisiert oder auf Sturm schaltet.
00:49:54: Aber wie der Weg dahin ist?
00:49:56: Also wie gehen wir mit unseren blinden Punkten und mit unseren wunden Punkten?
00:50:01: Der Weg muss doch jeder einzelne Person für sich finden.
00:50:04: also da sind wir wieder bei der Frage der Rezepte.
00:50:09: ja Wie reguliere ich mich runter?
00:50:12: Da habe ich manchmal Lehrerinnen und Lehrer, die sagen ja was ich in den Falle mache bevor ich da hingehe.
00:50:16: Ich weiß schon über bevor gehe ich kurz zum Fenster machen kurzen um mich und erst dahin und diese drei Sekunden helfen.
00:50:22: mir würde jemand anders sagen der ist für mich unvorstellbar.
00:50:25: Ja ich glaube bei der Frage von Selbstregulation darum jetzt ja muss jeder den eigenen Weg finden und da gibt es überhaupt keine für mich keine Rezepte die sind so unterschiedlich.
00:50:36: aber ich glaube das entscheidende isst er hat der kennt seinen wundepunkt Das wird lange dauern, den zu neutralisieren.
00:50:43: Aber der kommt nicht drum herum kommen wenn er diese Situation vermeiden will sich mit diesem Punkt auseinanderzusetzen und einen Verfahren zu entwickeln.
00:50:52: das kann nur er oder sie.
00:50:54: Alex wir sehen so viel über Selbstregulation bei Schülern und wie man selbst Regulationen bei Schulern fördert.
00:51:00: bei Lehrkräften haben wir noch nicht drüber gesprochen.
00:51:02: Wie kriege ich vielleicht einmal in der Wellness-Folge, wo wir uns über Kraftquellen unterhalten haben.
00:51:08: Methoden zur Selbstregulation.
00:51:10: für uns als Lehrer ist ein guter Gedanke.
00:51:12: Ja, darf ich hier einen Beispiel?
00:51:14: Ein persönlicher Beispiel bitte!
00:51:16: Also ich habe für mich zwei Methoden der Selbstregulation gefunden und das eine ist dass sich mein Unterkiefer nach unten mache.
00:51:27: also wenn ich zum Beispiel mich anspanne ist klar so da meine ganz bewusst Dann mache ich den Unterkiefer nach unten und atme einmal in den Bauch.
00:51:36: Da brauche ich drei, vier Sekunden und dann bin ich im anderen Körperzustand und bin ein Stück weiter unten.
00:51:43: Das habe ich versucht, anderen mal zu vermitteln aber das ist wieder was ganz individuelles weil für mich weiß ich ziehe den Unterkiefer hoch, verbissen so... andere sagen, das ist ja bei mir gar nicht der Punkt.
00:51:56: Und die können dann auch nicht so schnell im Bauch atmen als Schauspieler und Sachsophon-Spieler.
00:52:01: Hast du es gelernt?
00:52:02: Das heißt diese Methode der Selbstregulation gilt nur für mich und vielleicht ein paar andere.
00:52:07: Andere müssen ganz andere Dinge finden.
00:52:08: Die machen's dann teilweise mit, dass sie bis fünf zählen oder so.
00:52:14: Alex hast du eine?
00:52:16: Nicht so wirklich bewusst... Also ich fand das gerade ganz interessant mit dem Unterkiefer.
00:52:23: Ich, bei mir ist es schon so dass ich versuche oder ich bin sehr selbst reflektiert.
00:52:28: Also ich kann auch mittlerweile ja Übungen macht den Meistern.
00:52:31: wenn der so fünfzehn Jahre im Job bist kannst du weißt du warum du gerade wie tigst und das ist auch etwas was ich was ich so merke.
00:52:41: Du brauchst diese ganzen Erfahrungswerte um dich da selbst besser kennen zu lernen vielleicht mitodende Selbstregulationen zu finden.
00:52:48: Tobi hast du eine konkrete die dir so einfällt?
00:52:50: Ja!
00:52:51: Das
00:52:51: ist aus dem Bauch heraus
00:52:53: Sowohl bei KollegInnen als auch bei SchülerInnen, denn beide treiben mich immer mal wieder regelmäßig auf die Palme.
00:52:59: Es ist eine kleine Zeitreise dass ich mir vorstelle was dieser Mensch das wir gegenüber erlebt haben muss um so zu reagieren.
00:53:09: und meistens sind Geschichten dahinter wo ich mir denke boah weißt du was?
00:53:13: Wenn ich das erlebt hätte, ich wäre genauso.
00:53:15: Weil ich einen Schüler habe der einfach... Der kommt dreißig mal zu spät in Unterricht und ist dann noch pumpig und so und da denke ich mir nie weißt du was?
00:53:22: Der hat gerade noch seinen kleinen Bruder zur Grundschule gebracht Und die Eltern sind nicht da und er hat seinem Bruder noch das Butterbrot geschmiert.
00:53:29: Jetzt hat er sich hier hingekämpft und hat wahrscheinlich doch im Stau gesteckt und dann ranzst du den auch noch an Alter!
00:53:33: Ich hätte doch... Das hilft mir manchmal mich runterzuregulieren weil ich die Intention des anderen ein bisschen umdehre.
00:53:42: Ja, und das ist ja was du jetzt gerade beschrieben hast.
00:53:45: Das ist dann eher, ich sage mal, eine kognitive Methode.
00:53:49: Und da gibt es...das ist ja auch typbedingend und von daher, es gibt da nicht das Muster der Selbstregulation, das ist sehr stark an Persönlichkeit gebunden, an individuelle Dinge die man für sich findet und das muss passen.
00:54:05: Alexander hat gesagt dass du an einem Videoprojekt arbeitest.
00:54:08: Magst du uns davon noch ein bisschen berichten?
00:54:10: Ja, also vielleicht erstmal da ich jetzt aus dem operativen Geschäft raus bin.
00:54:18: Also nur noch Trainer Geschichten mache.
00:54:21: Ich habe vor einigen Jahren vier Leute ausgebildet die jetzt in die Schulen gehen und sozusagen meine unsere Trainings haben es auch weiterentwickelt.
00:54:31: wir entwickeln gemeinsam neue Formate aber die machen jetzt sozusagen in den Schulen die Schulintern LehrerInfortbildungen.
00:54:39: Und gleichzeitig habe ich, also es geht weiter will ich damit sagen und gleichzeitig hab' ich jetzt im letzten Sommer wir haben unter professionellen Bedingungen ein achtstündiges Video gedreht.
00:54:49: Wusste sich auch nicht dass das so lag?
00:54:50: Wir wollen eigentlich nur zwei Stunden und dann wird's acht Stunden und Das ist jetzt fertig geschnitten.
00:54:57: und das ist sozusagen ein E-Learning-Programm wo alle das und ich hatte das große Glück Damals vierzehnjährige Enkelin, die Juna.
00:55:07: Die ist eine Super-Schauspielerin und die hat alle Rollen gespielt.
00:55:10: Ja, da wirklich weiß ich nicht, zwanzig Situationen nachgestellt und habe gezeigt wie man eben nur die Fallen aufgestellt.
00:55:19: Wenn ich das mache, laufe ich in die Falle.
00:55:21: und wie kann man daraus?
00:55:22: Und ja, und das ist der super Video wo das im Prinzip alles drin ist.
00:55:27: Ich weiß nicht ob es ein Seminar ersetzt, ich würde sagen er ist ergänztes und es hilft natürlich in vielen Situationen.
00:55:33: Wir sind jetzt gerade dabei, es wird jetzt in den nächsten zwei Monaten auch.
00:55:37: Ja wie kommt man da dran?
00:55:38: Ich bin sicher jetzt haben wir einige Zuhörende die sagen oh da will ich reingucken!
00:55:42: Also ich glaube am besten ist wir werden's jetzt nächste Woche auf die Homepage stellen sozusagen die Werbung dafür und die Homepatch von unserem Team von unserem Institut ist Empower also E-Empower minus konflikttraining.de.
00:55:57: Und wenn man da drauf tickt empowerminuskonfliktraining.DE dann hat man eine Übersicht über unsere Seminare und über unsere TrainerInnen.
00:56:06: Da wird dann auch das Video demnächst angekündigt.
00:56:09: Schön,
00:56:10: super!
00:56:11: Und das soll auch gleichzeitig Rudi so ein bisschen... Ja, die Einleitung für eine Mini Zusammenfassung sein.
00:56:17: Denn ich glaube wir müssen wenn wir als Lehrkräfte sehen dass wir im Studium quasi noch gar nicht auf diese Konfliktsituation natürlich jetzt nur in der Theorie manchmal in leichten Rollenspielen vorbereitet werden.
00:56:30: Im Referentariat ist es auch noch nicht so ganz so das man sagen kann Man wird top drauf vorbereitet.
00:56:36: aber liebe Refis und gerade Die jüngeren Kolleginnen und Kollegen verzagt nicht.
00:56:41: Wir lernen ja ständig dazu, wenn wir diese persönliche Weiterentwicklung auch weiter verfolgen... Dann ist, glaube ich das was Rudi heute uns gesagt hat.
00:56:52: Zudem zu seinen Büchern, zu seinen acht Stunden Video und E-Learning-Programmen usw.
00:56:57: Sicherlich ein wichtiger Schlüssel im Umgang mit unseren Kindern und Jugendlichen und kann uns da auf n nächstes Level heben!
00:57:06: Und von daher bedanke mich schon mal ganz persönlich bei dir Rudi dass du dir die Zeit genommen hast heute hier an einem Samstag morgen mit uns diese Aufnahme zu machen.
00:57:14: Das war Spaß gemacht.
00:57:16: Schön, das freut mich.
00:57:17: Hat richtig Spaß gemacht mit euch.
00:57:19: Uns auch!
00:57:20: Die nächste Folge findet ihr auf unserem Schwester-Podcast Deutschlands ausgezeichnete Lehrkräfte, da sprechen wir mit dem Träger des deutschen Lehrkräftepreises Werner Fick darüber wie man Potenziale bei Schülern am besten fördern kann und Er macht es mit einer Roboter AG.
00:57:37: Wie genau das läuft, das erzählt er unserem besten selbst!
00:57:39: Und
00:57:40: ist weltweit unterwegs damit?
00:57:41: Das kann man sagen... also grandioser Lehrer!
00:57:44: Mega umtriebiger Typ!
00:57:45: Bis dahin, passt auf euch auf!
00:57:48: Rudi, dir ganz herzlichen Dank und denkt daran, es ist und bleibt der beste Job der Welt!
00:57:54: Absolut!
00:57:55: Tschüss!
00:57:57: Tschüs!
00:57:57: Tschüß Rudi!
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