VOM KRANKENBETT INS KLASSENZIMMER - Fehler retten Leben!

Shownotes

Einschulung, Abi, Studium, Klassenzimmer – der klassische Lehrer-Lebenslauf ist oft schnurgerade. Doch was passiert, wenn eine Lehrkraft die "echte" Arbeitswelt in- und auswendig kennt? In dieser Folge von "Lehrkraft – Bester Job der Welt?!" haben Alex und Tobi die faszinierende Mimi zu Gast!

Mimi lebt in zwei Welten: Sie arbeitet seit 12 Jahren auf einer Intensivstation und steht gleichzeitig -durch den Quereinstieg- als Berufsschullehrerin vor angehenden Pflegefachkräften. Sie erzählt uns, warum eine offene Fehlerkultur im Krankenhaus über Leben und Tod entscheidet, wie sie mit "Body Percussion" und spontanen Tanzeinlagen ihre Klasse wachrüttelt und wie das brandneue Pflegelabor inklusive High-Tech-Puppen namens "Tom und Marie" die Ausbildung revolutioniert.

Eine Folge voller Inspiration für alle, die das Lehren lieben, offen gegenüber des Quereinstiegs sind und wissen wollen, wie moderne, praxisnahe Bildung im Jahr 2026 wirklich aussieht!

🔗 LINKS & ERWÄHNUNGEN AUS DER FOLGE: Unserer Website: www.lehrenlieben.de
Bitmoji-Erstellung: Bitmoji.com
Fortbildungstipp: Frank Wachsmann (Seminarleiter in Braunschweig)

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Transkript anzeigen

00:00:02: Der Lehrer-Podcast von den ersten Schritten bis zum täglichen Spagat im Klassenzimmer.

00:00:09: Fortfünf Minuten zwischen Tafel, Tests und Teamarbeit!

00:00:13: Ihr hört Lehrkraft – bester Job der Welt mit Alex und Tobi.

00:00:29: Und wenn ich dann schon im Pflegelabor bei uns Simulationen gelernt habe und schon gelernt habe, wie ich zum Beispiel Vitalzeichen messen kann.

00:00:41: Und dort schon an unserer Puppe – wir haben sie liebevoll Tom und Marie genannt?

00:00:45: Wenn ich dann mit Tom gearbeitet habe, gehen Sie mit einem ganz anderen Gefühl in die Praxis rein!

00:00:53: Das macht die am Ende dann auch stolz, dass sie sagen können hey wenn ich jetzt wieder in meinen Beruf gehe wo ich als Hilfskraft gearbeitet habe.

00:01:00: Dann weiß ich ist mein Wissen was sich dann anwende oder wie ich dann die zu flingenden Menschen betreue hat einfach einen ganz anderen fachlichen Background.

00:01:11: Man kann auch Lehrperson auf Rundwegen sein und man braucht keinen gerade liegenden Werdegang über ein reines Studium um für seinen Beruf zu brennen.

00:01:21: und damit begrüße ich euch zu einer brandneuen folge von lehrkraft.

00:01:25: bester job der welt dem podcast für alle die leeren lieben oder diese begeisterung eben wieder finden wollen.

00:01:32: schön dass ihr wieder mit dabei seid und mit dabei natürlich der unverwechselbare alex.

00:01:38: hi

00:01:39: hi

00:01:40: alex sag mal hast du eigentlich vor deinem leerer leben irgendwas anderes gearbeitet?

00:01:45: Ja, tatsächlich.

00:01:46: Ich habe ja schon mal berichtet ich war Zollbeamter in der Ausbildung und hab dann die Brocken hingeschmissen.

00:01:51: Das ist eigentlich eher so untypisch ne?

00:01:54: So eine Nicht-Schnur gerade Karriere von der Uni in die Schule.

00:01:59: ihr hört schon wo es hingeht.

00:02:00: wir schauen uns heute hier im Podcast das an was einen erfüllenden Lehrerberuf ausmacht Und die typische Lehrerbiografie ist ja eher Schnur grade Einschulung Abi Studium Und dann zurück vor das Klassenzimmer und man unterrichtet quasi für eine Arbeitswelt, die man nie irgendwie selbst kennengelernt hat.

00:02:16: Das ist Alex gerade für Berufsschulen ein Problem oder?

00:02:18: Das ist auf jeden Fall ein Problem und gleichzeitig natürlich auch eine riesen Chance wenn man einfach weiß wovor man spricht weil man in der Praxis in diesem Beruf oder einem Beruf schon tätig war.

00:02:28: Deswegen reden wir heute mit jemandem der den umgekehrten Weg ebenfalls gegangen ist erst mitten rein ins Leben und in den Job Intensivstation, Schichtdienst viel Verantwortung wo es auch um Leben und Tod geht.

00:02:41: Und dann erst ans Pult!

00:02:43: Stellt euch einfach eine Frau vor die nachts auf der Intensifstation Patienten betreut und am nächsten Morgen von einer Klasse steht Um genau dieses Können auch weitergeben zu können und zu wollen Die sich mit zwei Schwangerschaften zum Master durchgeboxt hat und jetzt unterrichtet.

00:02:58: Sie sagt von sich ich habe eigentlich Zwei Berufe und Brenne für beide.

00:03:02: Mimi so schön dass du da bist bei uns.

00:03:04: Hallo Mimi Hör mal, wir würden gehen mit einer ganz einfachen Frage starten.

00:03:08: Nämlich wie geht's dir?

00:03:10: Was war heute Morgen eigentlich dein erster Gedanke als der Wecker geklingelt hat?

00:03:14: Ja, wie es mir geht.

00:03:16: Mir gehts ganz gut!

00:03:18: Ich hatte tatsächlich letztes Wochenende-Dienst.

00:03:20: das ist jetzt schon gerade die Anstrengung so aus meinem Körper draußen.

00:03:24: Das hält immer bis Dienstag-Witbrauch meistens an.

00:03:27: heute ist Donnerstag.

00:03:28: was habe ich gedacht als sich heute Morgen aufgestanden bin für dieses Mal mein Wäcker geklingelt hat?

00:03:33: Da hab' ich gedacht ich muss die Kids fertig machen zu Kita bringen und dann ist es halt eigentlich heute anders als sonst.

00:03:38: Ich partner mich mit einem Zahnarzt-Termin gestartet.

00:03:43: Ganz

00:03:43: pragmatisch

00:03:44: Oh Alex, da kannst du auch ein Lied von singen.

00:03:48: Nein dann doch lieber arbeiten in der Berufsschule!

00:03:51: Was meinst Du damit?

00:03:51: Das steckt dir in den Knochen.

00:03:52: und wie lange geht es?

00:03:53: auch eine Schicht?

00:03:54: Ich arbeite tatsächlich ja noch einen Wochenende im Monat auf Intensivstation.

00:03:58: das ist aber tatsächlich Tagdienst also entweder Früh- oder Späddienst.

00:04:02: Und wir haben am Wochenende, das ist eine allgemeine Regelung Also entweder haben wir spät früh Samstagspätdienst Sonntagfrühdienst Oder früh spät umgekehrt, dass wir diese Gegenschichten halt haben und alle dann gemeinsam dieses Wochenende haben.

00:04:15: Genau!

00:04:16: Tatsächlich ist die Arbeit in der Praxis mir sehr wichtig macht mir auch ultra viel Spaß.

00:04:21: aber ich merke tatsächlich natürlich wenn ich dann montags wieder in die Schule starte das irgendwie doch auch vor allem körperlich dieses wochenende doch noch so irgendwie den Knochen hängt.

00:04:30: und das letzte wochen Ende war ganz besonders intensiv für mich.

00:04:33: wenn ihr mich fragen würdet es war auch kein schönes wochenendes war wirklich sehr anstrengend und ja meistens bis Dienstag Mittwoch merke noch, dass ich am Wochenende gearbeitet habe.

00:04:42: Und wenn ich dann jetzt ausnahmsweise dieses Wochenende wieder los muss, dann hab' ich natürlich auch eine lange Woche vor mir, ne?

00:04:47: Jetzt

00:04:48: kann ich mir richtig vorstellen wie ganz viele zuhörigen so ein paar freige Zeichen überm Kopf haben und sich wundern wie es sein kann das eine Lehrerin am Wochenend arbeitet und dann auch noch im Krankenhaus und die das für sich noch nicht so ganz schließen.

00:04:59: dieses Puzzle.

00:05:00: erklär doch mal wie ist das gekommen dass du im Krankenhaus und in der Schule arbeitest.

00:05:05: Und gab es für dich so eine Art auslöser Moment, wo du gemerkt hast eigentlich würde ich gerne vor der Klasse stehen?

00:05:12: Ja, spannende Frage!

00:05:14: Ich hoffe, ich hole jetzt nicht zu weit aus weil ich sage mal so... Es war alles nicht so geplant.

00:05:18: ursprünglich Ganz ursprünglich wollte ich was ganz anderes machen und zwar eine Ausbildung, wo man auch Schulgeld bezahlen muss.

00:05:26: Da hab' ich irgendwie gedacht das wird irgendwie schwierig Ich möchte ja irgendwie auch mein eigenes Geld verdienen.

00:05:31: Und dieses Thema Studium war erst gar kein Thema für mich tatsächlich.

00:05:34: und dann habe ich mich einfach informiert Was gibt es für ausbildungsmöglichkeiten die viel Ausbildungs-Geld?

00:05:40: Ausbildungvergütungen einbringen?

00:05:42: und so bin ich tatsächlich auf die Pflege gekommen.

00:05:44: Also ich sagst du wie's ist.

00:05:45: Es ist jetzt nicht so dass ich gesagt habe ich will unbedingt Lehrerin werden oder Ich möchte unbedingt in die Pflege.

00:05:51: Es hat sich tatsächlich so ergeben und ich hatte mich dann in Hannover an mehreren größeren Krankenhäusern auch beworben, und habe mich für die medizinische horusche Hannover entschieden.

00:06:00: Das ist hier im Norden unsere Uniklinik.

00:06:03: Und dort habe ich meine dreijährige Ausbildung damals noch zur Gesundheits- und Krankenpflegerin angefangen.

00:06:10: Super schnell gemerkt, das ist mein Ding.

00:06:12: Das macht mir Spaß dieser Kontakt zu den pflegenden Personen.

00:06:17: Ich habe natürlich jetzt in der Uniklinik dann auch konfrontiert gleich mit sehr schwer kranken und ganz speziellen Sachen.

00:06:24: Also ich hab gestartet auf der Herztorax Transplantations- und Gefäßchirurgie mit Menschen die schwer herzkrank sind, die zum Beispiel auf einen Spenderorgan warten oder ein Kunstherz implantiert hatten.

00:06:35: Und es hat mich fachlich erst mal total gereizt... Und ich habe mich in der MAH wohlgefühlt und bin dann dort nach meiner Ausbildung geblieben.

00:06:43: Dann war wieder die Frage, was möchte ich machen?

00:06:47: Da muss sich jetzt tatsächlich auch ehrlich sein!

00:06:50: Ich fand natürlich diesen medizinischen Aspekt total spannend und auf Intensivstation gab es dann irgendwie auch gutes Geld so dass ich da erstmal auf der Intensifstation bei uns im Haus angefangen hab.

00:07:01: Das war dann im Jahr zwei Tausend Sozien direkt nach meinem Ex haben.

00:07:05: Das ist ja eigentlich ein Ort, der weiter weg von Schule gar nicht sein kann oder?

00:07:10: Ja, theoretisch schon.

00:07:11: Das war

00:07:12: ja auch

00:07:12: ursprünglich das auch nicht mein Plan in die Pädagogik zu gehen.

00:07:15: In einer Ausbildung ist es schwierig zu sagen wann so dieser Punkt war.

00:07:18: natürlich fand ich dass in der Ausbildung auch immer toll die Lehrkräfte zu beobachten wie sie uns auch das Wissen nahe gebracht haben und habe da auch als In der Rolle als Auszubildende natürlich auch Qualitätsunterschiede gemerkt, seien wir mal ehrlich.

00:07:33: Die eine Person konnte das viel besser aufbereiten den Unterrichtsstoff als die andere Person.

00:07:38: Als ich dann auf Station gearbeitet habe im Dreischichtssystem und mich dann auch, hab' ich mich irgendwann gefragt.

00:07:43: Okay ist es wirklich das was ich möchte?

00:07:45: Langfristig ein hundert Prozent ein Dreischichtssystem zu arbeiten?

00:07:49: weil natürlich auch im Raum stand man möchte mal eine Familie gründen wie geht das denn für Einbarkeit-Familieberuf?

00:07:55: und man wollte irgendwie da ja auch so n bisschen sesshafter werden und auch geregelte Arbeitszeiten haben.

00:08:00: also das war glaube ich auch so nen Punkt wo ich gesagt hat Was kann ich denn tun?

00:08:04: Und hey!

00:08:04: Da flehe ich natürlich für die Pflege.

00:08:06: gebrannt hab dann auch bei uns direkt in Hannover die Möglichkeit den Bachelor in Pflege zu machen.

00:08:14: Also das war erstmal so, dann das Studium und dort musste man sich dann festlegen welchen Zweigmann wählt?

00:08:21: Man konnte einen Schwerpunkt wählen und zwar den Schwerpunkberatung oder den Scherpunkt.

00:08:24: Unterricht und Ausbildungsgestaltung hat mich für zweiteres entschieden und so bin ich zum ersten Mal ja mit der Pädagogik eigentlich in Kontakt gekommen dann also eigentlich über meinen Hauptberuf Interesse an der Pflege eigentlich.

00:08:38: Krass, das ist ein total ungewöhnlicher Wertegang.

00:08:40: also für so eine aus meiner Gymnasialperspektive ist es fast kaum zu fassen.

00:08:45: da Wertegang erinnerst du dich Mimi noch an deine erste Schulstunde vor der Klasse die Du gehalten hast?

00:08:52: Meine erste Schul Stunde?

00:08:55: ja.

00:08:55: dann muss ich ein bisschen überlegen weil das ist nämlich so dass ich während meines Studiums immer auf Station eigentlich gearbeitet habe und ich wollte tatsächlich ganz bewusst Eigentlich bis zum Ende meines Studiums auf Stationen einfach arbeiten, damit ich mich auch auf die Praxis konzentrieren kann und nur das Studium habe.

00:09:13: Und nicht dann noch einen neuen Job dazu weil natürlich der Lehrerberuf ja für mich dann nochmal ein neuer Job gewesen wäre im Studium.

00:09:19: Ich habe das auch in Bachelor so durchgezogen.

00:09:22: also ich hab zb im Bachelor komplett am Bett weiter gearbeitet parallel es war ein berufsbegleitendes Studium, habe ganz normal früh spät Nacht auf Intensivstation gehabt.

00:09:33: Was soll ich euch sagen?

00:09:35: Bin ich ja auch erst mal dann direkt schwanger geworden.

00:09:37: Also, ich hab schon schwanger in der... Ich weiß gar nicht welcher Woche ich war, es war noch ziemlich früh gestartet.

00:09:42: Wurde dann im Mein-Masterstudium gefragt von einer Kollegin vor mir die mit mir auf Station gearbeitet hat viele Jahre.

00:09:51: Die ist an meiner jetzigen Schule stellvertretende Schulleitung und die hat mich dann gefragt Mensch wir suchen irgendwie Wir brauchen Lehrkräfte auf Mee, Job Basis.

00:10:01: Mensch hast du nicht Lust und ich hin und her überleg mich, studiere noch das wird zu viel.

00:10:05: aber irgendwie hat sie mich überredet und so kam es dann dazu dass sich mein erst Unterricht gehalten habe.

00:10:10: in der Pflegeassistenz war das damals noch.

00:10:14: also wir bilden pflegefach Frauen pfegefach Männer und aktuell auch noch pflege Assistenten aus.

00:10:20: Und das war das Unterrichtsthema Ekel & Charme und das habe ich tatsächlich mit Unterstützung vorbereitet und ausgearbeitet durchgezogen.

00:10:30: Nur mit meinem, sage ich mal Bachelor und Anfang Masterstudium im Hinterkopf ohne dass sich jetzt so Erfahrung hatte oder schonmal von der Klasse stand das er nicht.

00:10:39: also wenn ich Projekte in der Uni gehabt hatte dann war es eher anderer Natur ohne dass ich jetzt direkt Unterrichtsbesuche hatte.

00:10:46: sowas gab es halt damals in unserem Studiengang einfach nicht.

00:10:49: deswegen waren das tatsächlich meine ersten Lehrerfahrungen.

00:10:53: Ich kann mir ja auch gut vorstellen, neben diesem Gefühl.

00:10:55: Also wie hast du dich da gefühlt?

00:10:57: Wie ging es dir damit?

00:10:58: Du bist ja noch gar nicht mit den ganzen pädagogischen Dingen vielleicht in Berührung gekommen aber hast wahrscheinlich eine Idee, wie du Ekel und Charme, wie das jetzt didaktisch irgendwie vermittelt hat.

00:11:07: Und

00:11:07: Erfahrung halt auch naja...

00:11:09: Es ist schon wirklich sehr lange her, das war dann im Jahr einundzwanzig tatsächlich!

00:11:14: Da ist jetzt so schwierige Frage.

00:11:15: Ähm ich weiß aber dass sich lange überlegt habe, wie ich den Unterricht aufbereite so dass er gut in die Praxis zu transferieren ist.

00:11:23: Also was möchte ich vermitteln?

00:11:25: Und habe da schon von Anfang an eigentlich versucht Praxisbeispiele zu finden und immer diesen Bezug zur Praxis herzustellen.

00:11:33: als Beispiel Was ist denn jetzt wenn eine zu pflegende Person Stuhlgang gelassen hat.

00:11:40: Wo sind da vielleicht die Grenzen von Ekel und Scham?

00:11:42: Worauf müsste man achten, wie würden sie sich in der Situation dann auch fühlen?

00:11:47: Ich glaube ich habe ganz am Anfang in diese Richtung schon gedacht.

00:11:49: Wie kann ich das so praxisnah auch vermitteln dieses Thema.

00:11:54: Aber ich muss ehrlich sagen natürlich dieses ganze Ja Die Daktische im Hintergrund, die mache ich in vernünftigen Einstieg.

00:12:03: und ja wie leite ich durch meinen Unterricht?

00:12:05: Was habe ich auch für eine Lehrerrolle.

00:12:08: vor dem Kurs oder von der Klasse.

00:12:09: Das hat sich natürlich erst über die Jahre dann entwickelt, weil das muss ich wirklich sagen... Ich glaube, ich stiehe jetzt heute, im Jahr für den Kurs, doch schon noch ein bisschen anders als im Jahr zum Kurs des Jahres, da hat sich einfach viel getan!

00:12:22: Also ob ich jetzt so wirklich aufgeregt war?

00:12:24: Doch, ich glaub' ich war schon aufgeregelt und darunter habe ich auch eine Reflektion gemacht.

00:12:28: Da war ich natürlich auch aufgeregnet.

00:12:29: Rod wie kam es bei den Lernenden an?

00:12:32: Aber im Endeffekt war das für mich irgendwie Es hat sich doch relativ schnell natürlich angefühlt und ich hatte das Gefühl, ich bin relativ schnell auch in diese Rolle reingewachsen.

00:12:41: Mimi, in einer deiner Sprachnachrichten hast du ja so was angedeutet.

00:12:44: wie hätte ich das mal früher gewusst?

00:12:46: Gerade als es um die Anfangszeit deiner Lehrertätigkeit ging bringt den Satz doch noch einmal zu Ende!

00:12:53: Was machst Du heute anders?

00:12:54: Was hättest Du früher schon gerne gewusst zu anfangen?

00:12:57: Ja... Also ich hätte schon gewusst, dass man mir sagt so von wegen.

00:13:04: Man macht nicht alles richtig.

00:13:06: also das wir auch Fehler machen und ja oder auch, dass es einfach mit dazugehört und dass man dann auch wenn man vor so einem Kurs steht Dass man das auch mal ehrlich zugeben darf Das ist auch etwas was ich erst einen späteren Verlauf gelernt habe Und mir dann auch angeeignet hab klingt irgendwie ein bisschen komisch.

00:13:24: Aber dass ich dann auch ehrlich sage einen schlechten Tag irgendwie, ich bin da schlecht vorbereitet oder ich habe ihn das noch nicht auf die Lernplattform hochgeladen.

00:13:33: Da hab' ich geträumt oder man hat mal wieder irgendeine Kopie vergessen oder dass man da einfach auch ehrlich zu sich selbst ist und ja auch noch so.

00:13:42: ein anderer Punkt den ich auch noch wirklich lernen musste, dass bei uns sind es ja Auszubildende oder die Lerenden kommen teilweise mit einem Riesenpaket an... Natürlich auch Vorerfahrungen, aber sie sind auch geprägt.

00:13:58: Ja, vielleicht ihren Bildungsweg den Sie vorher haben durch Ihre Schulbildung oder sie sind geprägt durch persönliche Umstände, durch Vorerkrankungen, ob es die jetzt nun psychisch oder körperlich sind... Also dass man einfach das Gefühl hat, man ist mit so einer Heterogenität in einem einzelnen Kurs konfrontiert, dass man... Das ist auch einfach schwierig ist, dass da irgendwie auch hundert Prozent auf alle eingeht und immer hundert Prozent jeden einzelnen Lernenden abholt.

00:14:24: Also, dass man da auch mal sagen kann es ist vollkommen okay wenn die Methode, die ich jetzt anwende vielleicht jetzt für siebzig Prozent des Kurses passt und dreißig Prozent sagen.

00:14:34: ich habe aber keine Lust auf diese Gruppenarbeit.

00:14:36: Mimmy das was du gesagt hast über Fehler Konzept und sich selber Fehler zugestehen und nicht den Anspruch an sich selbst zu haben alles perfekt machen zu müssen Das ist schon ein Topos, das ist ein Thema dass uns bei den Gesprächen mit einer Lehrkräften schon immer wieder begegnet.

00:14:52: Ich fasse das gerne unter dem Begriff Souveränität zusammen und das bist du ja als Lehrkraft bist du souverän wenn du sagst ich kann nicht immer perfekt laufen.

00:15:02: ich gebe aber mein bestes und bin ganz transparent.

00:15:05: ich kann mir vorstellen wie mich klärmig da auf vielleicht ist es anders dass dieses Fehlerkonzept im Krankenhaus auch noch mal eine besondere Nummer ist, oder?

00:15:15: Dass man offen umgeht wenn es darum geht Fehler zu machen und zu vermeiden.

00:15:20: Ja tatsächlich schon.

00:15:22: das ist da natürlich auch nochmal besonders wichtig.

00:15:25: Ich hatte aber ein großes Learning.

00:15:27: ich weiß jetzt nicht ob's natürlich auch an meiner Wahrnehmung liegt Aber ich komme ja dann wirklich...ich kam ja aus der oder.

00:15:32: ich komme hier aus der Uni-Klinik Aus einem Riesenteam.

00:15:35: also wir waren vor zehn Jahren war mir auch mal mehr Pflegekräfte.

00:15:39: Ihr habt bestimmt mitbekommen, dass wir ja auch natürlich da so einen großen Fachkräftemangel

00:15:43: haben.

00:15:44: Aber

00:15:45: die sind natürlich trotzdem noch ein großes Team ich weiß gar nicht roundabout vierzig fünfzig Kolleginnen in der Pflege also die Wir sind dann Ja im besten Fall zwischen drei bis vier Personen auch pro Schicht und Ich habe da einen großen Unterschied festgestellt was die Kommunikation angeht?

00:16:04: Ich weiß nicht ob es auch an meiner Schule liegt aber in meiner Schule herrscht eine Das könnt ihr euch gar nicht vorstellen.

00:16:10: Da herrscht eine so offene Kommunikation, das ist einfach superoffen, respektvoll auf Augenhöhe alle Probleme noch die allerkleinsten.

00:16:20: wenn ich jetzt zum Beispiel irgendwas feststelle bei jemandem oder so es wird alles direkt kommuniziert so empfinde ich es in der Schule ja bei uns auf Station finde ich es manchmal ein bisschen anonymer Ein bisschen schwieriger.

00:16:33: Es ist oft nicht der direkte Weg, sondern es kommt dann irgendwie über Ecken raus dass hier und da ein Fehler passiert ist wo wir jetzt mal uns hinter setzen müssen Und das finde ich von der Kommunikationskultur.

00:16:45: was jetzt meine persönliche Meinung angeht find ich's in der Schule Da ist natürlich auch ein bisschen kleineres Team Total direkter und angenehmer.

00:16:53: Was jetzt auch die Fehler angeht Andererseits muss ich ja auch ganz ehrlich sagen wenn Ich jetzt in der schulen fehler mache dem so eine weil ich das jetzt mal was nicht hochgeladen habe.

00:17:03: Ah doch, ich hatte einmal doch einen relativ großen Fehler gemacht in der Schule.

00:17:07: da hatte ich einmal aus Versehen die Klausuren auf Ansicht geklickt und dann konnten alle meine Auszubildungen auf meine Klausur zu greifen.

00:17:14: Das war natürlich auch ein größter Fehler

00:17:16: davon mal abzusehen.

00:17:17: Aber wenn ich ein Fehler auf der Intensivstation mache Dann kann mitunter meinen Patienten natürlich mit dem Leben bezahlen Und das hab' ich natürlich in der Schule nicht.

00:17:25: Wir haben bei uns an der Schule das geflügelte Wort, dass manche Kollegen immer sagen wenn ein Fehler irgendjemand passiert dann sagen die immer ja jetzt macht ihr nicht zu große Sorgen wir operieren ja nicht am offenen Herzen hier.

00:17:35: Aber genau das ist es ja auch bei dir ne?

00:17:37: Wenn du im Krankenhaus bist da geht es um Leben und Tod Und ganz starke Konsequenzen.

00:17:43: Ja jetzt überleg mal kurz Tobi auch was wir immer gesagt haben Begreife die Schule als Spielplatz.

00:17:48: was soll schon schief gehen?

00:17:51: Mit dieser Überzeugung kannst du natürlich nicht im Krankenhaus tätig sein.

00:17:57: Von daher kann ich mir schon gut vorstellen, dass die Fehler oder der Umgang mit Fehlern durchaus anders ist und natürlich Fehler Quantität nicht hoch sein darf oder einen Fehler, die maximal hoffentlich ein kleiner Fehler aber auch der nur ein zweimal passieren darf während in der Schule man da viel authentischer mit umgehen kann.

00:18:14: Ich will zwei Dinge trotzdem getrennt wissen nämlich auf der einen Seite Offenheit in der Fehler Kultur, dass wenn Fehler passieren man das transparent und offen kommuniziert.

00:18:24: Das aber nicht zu verwechseln mit Leichtsinnigkeit oder Schlutrecht halt?

00:18:28: Dass man Fehler zugesteht und schnell macht das sind zwar unterschiedliche Kategorien und man kann ja sehr gewissenhaft arbeiten und möglichst fehlerfrei Und es wird niemals null Prozent Fehler geben also einhundert prozent Sicherheit Aber so nah rankommen an die hundert prozen wie's geht und trotzdem für diesen minimalen prozentbruchteil dann offenkommunizieren.

00:18:46: was die Fehler angeht Ich habe einen Bekannten, der ist in der Atomenindustrie tätig und er hat mitgewirkt beim Rückbau von Fukushima.

00:18:56: Und er hat gesagt, dass Fukushima auch unter anderem – das ist ein ganz komplexes Ding – deshalb stattgefunden hat weil ein ganz schwieriges Fehlerkonzept dort vorgelegen hat, dass die Menschen sich nicht getraut haben, einander zu sagen wo Fehlervorlagen und wo etwas im Agen war Und das auch in dem Bereich, wo es halt ist nicht offeners Herz aber halt auch lebensgefährlich mit so Atomkraft und so.

00:19:18: Und dass diese Fehler Kultur zum Beispiel in deutschen Atomkraftwerken ganz anders gehandhabt wurde?

00:19:23: Und da hat man über alles geredet!

00:19:25: Über jeden noch so kleinen Fehler einfach damit jeder immer Bescheid weiß und man das sofort rückabwickeln kann und möglichst schnell helfen kann.

00:19:33: Also ich könnte jetzt auch direkt mal drauf antworten.

00:19:35: Mach ma Ich glaube ich glaube dass diese Ja, Fehlerkultur insgesamt.

00:19:41: Du hast halt immer das Gefühl, dass bei bestimmten Menschen die würden niemals den Fehler zugeben.

00:19:47: Die sind auch irgendwie so groß geworden, dass ein eingestehendes Fehlers gleichzusetzen ist mit Schwäche und das erlebe ich auch im Lehrerjob ganz häufig.

00:19:57: Da gibt es manche, die würden Patu nicht zugeben wenn sie einen Fehler gemacht haben.

00:20:01: Das muss alles all glatt laufen.

00:20:03: und wenn da jemand Fehler zugibt ja dann ist es per se schon mal doof Und da wird gar nicht analysiert, war das jetzt ein kleiner Fehler?

00:20:11: War das ein großer... Sondern der Machtfehler.

00:20:13: Der hat da vergessen den Noten einzutragen oder hier eine Deadline nicht eingehalten oder da nicht.

00:20:17: Aber letzten Endes ist es genau das was eigentlich Schüler mögen.

00:20:21: Wo wir schon drüber gesprochen haben dieses Oh Mist!

00:20:22: Jetzt habe ich vergessen etwas hochzuladen, Mimmy, was du sagst und so die Schüler denken sich Gott sei Dank, der Lehrer ist auch nicht perfekt.

00:20:28: Da haben Sie doch auch schon coole Schulstunden draus entwickelt,

00:20:31: oder?!

00:20:31: Jo, definitiv.

00:20:33: Vor allem aus der Stimmung heraus, ne?

00:20:35: Also ich meine klar, Fehler ist das eine aber am Ende sind wir auch alles nur Menschen und ich finde auch... Ich sehe mich zum Beispiel gar nicht so als diese Lehrerin die jetzt da vor der Klasse steht und dann sagt was gemacht wird sondern ich seh' mich auch eher als Lernbegleiterin.

00:20:49: also ich begleite sie ja eigentlich im Lernen, ich beglite sie im Wachsen, ich begleite sie darin ihre Kompetenzen zu fördern und zu fordern Und ich bin ja eigentlich ein Mensch wie sie, also wisst ihr was ich meine?

00:21:02: Ich würde mich da jetzt nicht überstellen.

00:21:03: und genau so wenn die...ich sag's mal platonisch gesagt.

00:21:07: Wenn die jetzt Montagsmorgen da sitzen total müde sind eigentlich gar kein Bock haben.

00:21:11: Ich mein' ich kann auch aus meinem Wochenendienst kommen und dann gucken mich.

00:21:14: die Auszubildenden, die mich schon gut kennen, die gucken mich alle sagen auch Frau Rudolfs, Sie sehen echt müde aus heute.

00:21:19: Und das sage ich auch ja!

00:21:20: Ich hatte Wochenenddienste und ich bin auch wirklich noch echt kaputt und vielleicht habe ich gerade auch nicht so die Energie Ist mein Energielevel grad so niedrig wie ihr es nach dem Motto.

00:21:30: Und dann lacht man da drüber, und dann startet man vielleicht erst mal mit einem anderen Unterrichtseinstieg und erzählt sich erst einmal kurz vom Wochenende der einer hat gearbeitet, der andere war irgendwie mit seinem Rundzehnmal Gassi weil er irgendwie nicht gesund war oder ... Man kann einfach mal kurz Dampf ablassen bevor man dann halt irgendwie gemeinsam den Tag starten kann.

00:21:47: also das gehört irgendwie auch mit dazu.

00:21:50: ich sag dass meinen Schülern gerne Wenn die mich fragen, wenn es ein Pädagogikunterricht um Erziehung geht.

00:21:55: Dann fragen die mich immer mal wieder so was wie gibt's eigentlich perfekte Erzieher?

00:21:59: Was ist eigentlich perfekt der Erziehungen?

00:22:00: und die Antwort lautet dann immer und zwangsläufig Nein das kanns nicht geben!

00:22:05: Gute Erziehende zeichnen sich nicht dadurch aus, dass sie keine Fehler machen.

00:22:09: Sondern gute Erziehenden zeicheln sich dadurch aus das sie gut mit Fehlern umgehen die ihn unterlaufen nämlich so vorbildlich, dass man eben konstruktiv damit umgeht und zeigt guck mal das ist nichts für man sich schämen muss Und da können wir mit weiterarbeiten.

00:22:22: und genau das ist das.

00:22:23: und das ist wenn du das erzählt auch Tobi und du Mimmi.

00:22:27: es ist halt Immer noch so, dass ich dran denke als ich aus dem Referentariat kam.

00:22:31: Wie krampfig war ich und wie sehr habe ich versucht Fehler zu vertuschen oder wenn ich was fachlich nicht konnte?

00:22:38: Irgendwie wurde ich rot und hab irgendwie rumgedruckst.

00:22:41: die Schüler konnten damals ja noch nicht gleichzeitig in der KI oder im Internet nachgucken.

00:22:47: Aber das habe ich im Referentariat überhaupt nicht gelernt.

00:22:50: Umgang mit Fehlern Und von daher ist es schön auch jetzt wieder darüber zu sprechen Weil du das auch wieder ähnlich siehst, wie wir und wie viele mit denen wir vorher schon im Podcast gesprochen haben.

00:23:03: In diesem Kontext ist mir ein Begriff aufgefallen den Du uns gegeben hast nämlich Simulationsbasiertes Lernen.

00:23:10: Du arbeitest in einem Lernlaborer und das Konzept dafür ist ja durchaus schon besonders.

00:23:17: Erzähl doch mal was genau ist dieses Lernlabort?

00:23:20: Und wie ist es entstanden?

00:23:23: also erstmal Witzig, dass du das jetzt ansprichst.

00:23:25: Weil tatsächlich passt es auch wenn wir bei der Fehlerkultur sind weil ich zum Beispiel mit simulationsbasiertes Lernen eine positive Fehlerkultur schaffe für die Auszubildenden und auch ja signalisiere oder in diesem geschützten Lernraum die Fehler auch gar keine Konsequenzen haben.

00:23:43: also Simulations basiertes lernen ist ja so ne Lehr- oder Lernmethode bei der quasi praxisnahe Situation abgebildet werden mithilfe eines Szenarios, sage ich mal oder eines Fals.

00:23:56: Und doch ihr wisst es glaube ich genau?

00:23:59: Wir sind ja am ersten vierten in unser neues Schulgebäude gezogen und wir hatten tatsächlich im alten Schulgebau auch einen ganz tollen entspannten Praxisraum mit einem Pflegebett und ein Nachtschrank und konnten da natürlich auch schon Skills- und Einzelfertigkeiten erlernen.

00:24:15: aber mit dem neuen Schulgeb säute ist ganz viel Technik bei uns eingezogen.

00:24:22: quasi einmal ein Krankenhaus, also einen Krankenhauszimmer sage ich mal nachgebildet wo man auch krankenwett drin steht.

00:24:31: Man hat n Nachtschrank, man hat ne Toilette waschbecken, man könnte auch darüber zum Beispiel Vitalzeichen aufnehmen, Monitor anschließen.

00:24:41: Dann haben wir dazwischen ein Überwachungs- oder Regierraum, nennen wir den.

00:24:44: Und dahinter ist noch ein zweiter Raum und zwar der Raum für die langstationäre Pflege zum Beispiel einen Praxisraum, der ein Zimmer in einem Pflegeheim nachspielt.

00:24:59: Genau!

00:24:59: Unsere Auszubildenden das bieten wir sozusagen... als Lernmethode an, dass sie in einem geschützten Raum anhand eines Szenarios dann eine Szene nachspielen können und mithilfe unserer zwei High Fidelity-Puppen.

00:25:17: Also das sind dann hohe Technologie.

00:25:19: Das ist wirklich

00:25:19: total abgefragt.

00:25:20: Wie cool ist das denn?

00:25:21: Also es ist wirklich technisch halt Wahnsinn!

00:25:23: Das ist ein Raum der Kamera überwacht ist also entweder beim Akutsetting im Krankenhaus oder eben aus der langstationären Pflege Gibt es eine Kameraüberwachung?

00:25:32: Ich habe ein visuelles Ton, also einmal ein visueller Systeme wo ich sie durch ein venezianisches Fenster beobachten kann.

00:25:39: Und ich habe auch einen Tonsystem das sich die sogenannte Voice of Patient bilden kann.

00:25:44: Also ich jetzt als Lehrperson unsere Puppen sind quasi verbunden mit dem System so dass ich meine Stimme den Patienten eine Stimme geben kann.

00:25:55: und die Auszubildenden lernen dann Praxisnah Situation in einem geschützten Rahmen.

00:26:04: Also sie haben dann quasi eine Situation, das haben wir auch an unser Curriculum eingebettet.

00:26:10: Ich nehme ein Beispiel, Vitalzeichen messen Da haben wir ein Szenario entwickelt.

00:26:14: Sie sind bei Herrn Müller in der Amulant Pflege tätig, sie besuchen ihn und messen bei ihm die Vitalzeichen.

00:26:20: Und ich kann... das ist total irre!

00:26:22: Die Puppe tatsächlich so einstellen dass man da auch einen echten Blutdruck oder einen echen Puls messen kann.

00:26:27: Das ist so cool.

00:26:28: Ich habe damit dann auch eine Situation, die über Prüfbarkeit ja können.

00:26:34: also da können Sie dann quasi noch mal Ihre Skills vertiefen und der Unterschied ist quasi einfach.

00:26:40: wir haben erstmal diese Räumigkeit im Pflegelabor genannt weil sie bei uns können sie mehrere Sachen machen.

00:26:47: Also man muss das so ein bisschen unterscheiden, es gibt ja aber der sogenannte Skills Training und das sogenannte simulationsbasiertes Lernen.

00:26:53: Das heißt bei dem Skills Training erlernen Sie einfach nur erst mal die Skills wie mäßigem Blutdruck, wie mässigen Puls.

00:26:58: Und erst mit dem simulationsbasierten Lern schaffen wir daraus einen Szenario wo sie dann quasi und die Szene komplett nachspielen.

00:27:07: Und ich sitze dann in meinem Regierau mit dem venezianischen Fenster, kann quasi in den Raum schauen und gleichzeitig die Voice of Pacan spielen.

00:27:17: Dazu muss man sagen, braucht mal allerdings noch eine zweite Lehrkraft, die dann das Videomaterial und die Szenen mit verfolgt.

00:27:24: Ich nenn's mal Markern.

00:27:26: Wir haben dann so einen kleinen Stick, womit wir Marker im Video setzen können zum Beispiel Grün für es ist hier was besonders positiv gelaufen Rot für.

00:27:33: hier kann man nochmal drüber schauen und dann spielt wird diese Szene durchgespielt Und im Anschluss kann man das dann mit den Lernenden reflektieren und kann sich dieses Videomaterial noch einmal anschauen und dann genau schauen Was ist die hier besonders gut gelungen?

00:27:48: oder wo kann man vielleicht nochmal üben?

00:27:53: Es ist einfach total Wichtig und wertvoll, für uns ist das sogar ein dritter Lernort.

00:27:58: Also bei uns haben sie einmal den Lern-Ort Theorie in der Schule dann haben Sie ja den Lernau Ort Praxis.

00:28:03: Sie haben ja praktische Einsätze.

00:28:05: Und dann schaffen wir mit dem simulationsbasierten Lernen diesen dritten Lernord wo sie wirklich im geschützten Rahmen auch Fehler machen dürfen und quasi in einer realistischen Umgebung lernen

00:28:17: können.".

00:28:21: Besser die machen das im geschützten Raumschule.

00:28:25: An dieser Puppe, diesen Fehler kriegen es dann gezeigt.

00:28:28: Schau mal hier du hast dich so umso verhalten und machen den Fehler danach nicht wieder.

00:28:32: Das Gegenteil wäre ja man macht denen verheimlich dass und macht es immer wieder wenn man's nicht anders lernt.

00:28:37: also das ist halt ein ganz aktives Arbeiten an Fehler und mit Fehlern

00:28:41: Das, was du sagst mit Labor.

00:28:43: Also das kam mir total bekannt vor Tobi.

00:28:47: Weißt Du noch?

00:28:47: Real-Labor Magdrit Rasfeld Schule im Aufbruch Leipzig und so diese Art des Lernens

00:28:53: wie

00:28:53: sehr das motivieren kann möglichst praxisnahe Situationen zu schaffen und ich glaube dass ist schon mal ein Riesenhebel der für Motivation sorgt.

00:29:02: Das

00:29:02: gibt halt auch Sinn, ganz unmittelbar Sinn dessen was man erlernt.

00:29:07: Nichts ist schlimmer als für das Gehirn als sinnlose Inhalte pauken zu müssen einfach stumpfe Vokabeln oder Formeln oder sowas je tiefer Inhalter in Sinn eingebettet sind und so eine Real-Situation sinnhafter kann es ja kaum sein umso besser.

00:29:22: bleibt das auch hängen.

00:29:23: ich glaube dass das was an allgemeinbildenden Schulen aktuell stattfindet das ist ja ein großes Fragezeichen.

00:29:29: Wie biete ich noch ein Warum?

00:29:32: Wenn die Schüler sich sowieso bei fast allen theoretischen Inhalten denken, hätte ich auch die KI fragen können.

00:29:36: Die hätten mir wahrscheinlich

00:29:37: besser antworten müssen und so weiter.

00:29:40: Ganz genau!

00:29:40: Das heißt wir haben da das große Problem dass sich viel schwieriger dieses Warum finden lässt um Schüler zu motivieren.

00:29:48: Und genau an dem Hebel, Mimmy da brauchst du dir ja gar keine Gedanken machen.

00:29:52: Du kommst aus der Praxis kannst soforten warum formulieren hast.

00:29:56: dazu habe ich Tobi hab ich dir per WhatsApp vor ein paar Stunden geschickt wo ich dachte ich weiß warum Mimmi so brennt.

00:30:00: Da habe ich geschrieben es gibt zwei Gründe warum Mimi das so toll findet ihren Job nämlich sie kann sehr viel in der Praxis machen kann soforten Warum liefern und im realen im Labor dass auch mit ihren Schülern durchspinnen?

00:30:12: Und der zweite Hebel ist mimi aber da kannst du gerne was zu sagen.

00:30:16: Ich glaube du hast einfach ganz viele Schüler, die sich ganz bewusst ja für diese Ausbildung entschieden haben und dort auch sein wollen.

00:30:25: Also in der Schule sein wollen!

00:30:28: Und das ist natürlich auch ein Riesenhebel, der wahrscheinlich einen Unterschied zu allgemeinbildenden Schulen darstellt.

00:30:34: oder wie siehst Du das?

00:30:36: Ja auf jeden Fall... finde ich ja, kann man auf jeden Fall verbinden.

00:30:41: Bei uns ist auch teilweise die Besonderheit dass auch einige schon in der Erpflege quasi arbeiten.

00:30:47: also viele sind schon als Pflegehilfskraft unterwegs gewesen oder noch parallel zur Ausbildung und entscheiden sich dann wirklich aktiv.

00:30:56: Also die meisten entscheiden sich aktiv.

00:30:57: Ich habe auch schon gehört, dass manche Arbeitgeber dann so ein bisschen sagen möchtest du nicht Fachkraft werden?

00:31:01: Dann macht bitte diese Ausbildung.

00:31:03: also das hab ich auch schon gehört tatsächlich!

00:31:05: Dass manche da nochmal die Schulbank drücken um einfach noch mal diesen Abschluss hinterher zu machen und eben nicht in Anführungsstichen als Hilfskraft angestellt zu sein Und was ich total beeindruckend finde, dass mir viele Auszubildende war erst... Ich glaube gestern war es erst das mir eine Auszubilde berichtet.

00:31:23: Dass wenn man dann in der Ausbildung ist, dass man dann erst versteht warum mache ich die Dinge so oder so?

00:31:31: Oder warum muss ich denn?

00:31:33: Warum isst denn Kommunikation eigentlich wichtig und ist den Kommunikationsgleiche-Kommunikation mit meinen zu pflegenen Menschen?

00:31:39: Die haben da ne ganz andere Reflektion.

00:31:43: Wenn man dann einfach noch mal so in die Tiefe geht und viele berichten, dass sie dann tatsächlich erst mit dieser Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann.

00:31:51: Dann erst wirklich verstehen warum ist das wichtig?

00:31:55: Warum spritze ich eigentlich Insulin?

00:31:57: Oder was hat es denn für Auswirkungen wenn ich jemanden auf dem Rücken liegen lasse und nie umpositioniere?

00:32:04: Was bedeutet das, was ich beobachte also wir sind ja Fliege ist auch eine eigenständige Profession Gepflegediagnosen, die wir stellen.

00:32:13: Also wir können als Profession unsere eigenen Diagnosen stellen, die keinen Arzt stellen darf weil man das ja auch immer gerne so einen Eintopf wirft.

00:32:21: Das macht ihr am Ende dann auch stolz dass sie sagen können hey wenn ich jetzt wieder in meinen Beruf gehe wo ich als Hilfskraft gearbeitet habe dann weiß ich ist mein Wissen was sich anwende oder wie ich dann die zu flingenden Menschen betreue hat einfach ein ganz anderen fachlichen Background.

00:32:37: Und genau das erreicht man auch mit simulationsbasierten Lernen, also da merken sie dann auch okay hey ich mache hier Fehler.

00:32:44: aber genau das bereitet sich ja dann am Ende tatsächlich auf den Berufsalltag vor und das nimmt ihnen auch viele Ängste.

00:32:51: Das ist ein wichtiger

00:32:53: Punkt!

00:32:54: Ja auf jeden Fall.

00:32:55: und natürlich sind jetzt nicht jeder auf dem zweiten oder dritten Bildungsweg.

00:32:58: wir haben auch einige die frisch aus der Schule kommen und auch tatsächlich noch minderjährig sind.

00:33:02: Und wenn man sich dann vorstellt, die haben am Anfang einen Theorie-Block und gehen dann in ihren sogenannten Orientierungseinsatz.

00:33:10: Das ist das erste Einsatz ganz am Anfang der Ausbildung!

00:33:13: Wenn ich schon im Pflegelabor bei uns Simulationen gelernt habe wie ich zum Beispiel Vitalzeichen messen kann... Ich sage jetzt mal an unserer Puppe, wir haben sie liebevoll Tom und Marie genannt.

00:33:26: Wir haben tatsächlich zwei Stück.

00:33:28: da schon einfach gelernt habe, wie ich kommuniziere.

00:33:35: Das ist ja nicht nur der Skill an sich.

00:33:36: Da gehört eine komplexe Pflegerhandlung, die dann dort stattfindet.

00:33:40: Dann gehen Sie mit einem ganz anderen Gefühl in die Praxis rein.

00:33:43: Das baut wirklich diese Hemmschwelle ab auf die zu pflegenen Menschen zugehen und mit ihnen zu sprechen.

00:33:49: Und dass es auch okay ist wenn man Fehler macht.

00:33:53: Also dieser geschützte Lernraum kommt wirklich gut an.

00:33:58: Obwohl man dazu sagen muss Durch den Neubau jetzt erst damit richtig anfangen, das hatten wir die Möglichkeit an WM Altengebäude nicht.

00:34:06: Wir starten jetzt damit aber die ersten Rückmeldungen dazu sind wirklich sehr positiv einfach.

00:34:11: Cool!

00:34:12: Und alle haben die Zeit zu reflektieren und gemeinsam zu besprechen.

00:34:16: du kannst mal diese Situation wirken lassen.

00:34:18: Das geht ja alles im Alltag in dem Maße gar nicht wahrscheinlich?

00:34:21: Nein

00:34:23: also ich muss sagen... Es ist ja tatsächlich im Pflege-Brufegesetz auch verankert, dass wir diese Zeit auch bekommen für simulationsbasiertes Lernen.

00:34:31: Aber das muss ich auch dazu sagen da gehört natürlich auch eine große Unterstützung seitens unserer unserem Schulleitungsteam dazu Dass wir dann auch dieserzeit frei geräumt bekommen und das jetzt auch so verankern, dass dann auch ne Kodozent oder eine Kodozente natürlich immer mit Anwesen sein muss.

00:34:48: also es gibt's Ich sag ganz ehrlich Das ist die tolle Sache bindet aber auch sehr viele Ressourcen Hätte ich selber nicht gedacht, ich habe mich damals als Leitung für dieses Pflegelabor mit meinen zwei anderen Kolleginnen gemeldet und erst mit der Literaturrecherche.

00:35:04: Mit der Stellung eines Leitfahrens, mit der Erstellung von Szenarien haben wir erst gemerkt wow das ist ein riesengroßes Thema man braucht wirklich sehr viel Zeitressourcen dafür.

00:35:14: Es gibt natürlich auch Grenzen, also man braucht natürlich auch die Unterstützung seitens der Schulleitung zum Beispiel da auch Zeiträume zu schaffen sich dann entsprechend auf fort und weiterzubilden.

00:35:23: Das das braucht man auf jeden Fall.

00:35:24: es ist wirklich ein sehr großes Projekt und wir haben noch einige Zukunftsvisionen, die wir dann irgendwann auch nochmal umsetzen wollen.

00:35:33: Über die wir gleich reden können, Mimi stichwort Zeit würden wir gerne eine kleine schnell Runde machen mit dir.

00:35:38: Wir haben sieben Satzanfänge vorbereitet Und finde dich bitten, dass du den Satz zu Ende bringst ohne das weiter auszuführen.

00:35:46: Wir lassen die Sätze so für sich stehen wie du sie bringst.

00:35:49: Abwechselnd haben wir immer welche für dich und du sagst direkt deine erste Assoziation, die dir in den Sinn kommt.

00:35:55: Starten wir direkt mit Satz eins.

00:35:57: Mimi, guter Unterricht ist für mich...

00:36:00: Begegen auf Augenhöhe und immer zuhören!

00:36:04: Am Krankenbett.

00:36:05: habe ich gelernt?

00:36:06: Das?

00:36:07: Ähm ja, gute Frage.

00:36:11: Welch habe ich gelernt?

00:36:13: Dass,

00:36:14: dass sich Menschen ja in ihren verletzlichsten Momenten begleiten darf.

00:36:20: Wenn ein Azubi an sich zweifelt dann

00:36:24: nehme ich ihn zur Seite und baue ihn auf.

00:36:26: Pflege ist

00:36:28: eine der schönsten Berufe der Welt!

00:36:30: An einem richtig schlechten Tag

00:36:33: umarmig meine Kinder ganz besonders doll.

00:36:37: Was ich an meinem Team liebe isst

00:36:39: alles.

00:36:40: Mein Team ist einfach wundervoll.

00:36:42: Ich kann nichts anderes sagen, ich habe wirklich ein sehr, sehr gutes Team.

00:36:47: Die Schule von der ich träume...

00:36:50: ...ist genauso wie meine jetzt!

00:36:53: Boah das ist schon ziemlich cool oder Alex?

00:36:57: Weißt du und das kam so schnell jetzt.

00:36:58: also es kam auch wieder hier, ne?

00:37:00: Sehr authentisch Bevor ich was ergänze an unsere Zuhörerinnen und Zuhörer, eine ganz kurze Unterbrechung mal an dieser Stelle.

00:37:08: Liebe Zuhöhrende!

00:37:09: Denn das, was die Mimmy hier gerade erzählt... Das ist genau die Art von Geschichten, für die wir diesen Podcast hier eigentlich machen.

00:37:16: Mit Lehrkräften!

00:37:17: Die Begeisterung für ihren Job verspüren und jeden Tag auch in der Schule ja so zur Geltung bringen lassen.

00:37:23: wenn euch das genauso packt wie uns dann helft uns mit zwei kleinen Gesten.

00:37:28: erstens abonniert doch bitte Lehrkraft bester Job der Welt.

00:37:31: Fragezeichen Ausrufe Zeichen wo auch immer ihr uns hört.

00:37:34: Das kostet nur ein paar Sekunden und ihr verpasst keine Folge mehr.

00:37:38: Und unser kleiner Nischen-Podcast wird häufiger anderen Lehrkräften empfohlen, noch wichtiger schickt diese Folge oder einen Link dazu vielleicht einer Kollegin oder einem Kollegen der gerade Pflege lehrt oder lernt oder einfach ein bisschen Rückenwind gebrauchen kann.

00:37:52: Genau solche Geschichten gehören in möglichst viele Lehrerzimmer dieser Republik.

00:37:56: Mimi du hast uns in den Vorgesprächen gesagt dass du in deinem Unterricht auch mal tanzen würdest?

00:38:03: Oder etwas mit Klopfen und Musik machst, was genau hat es damit auf sich?

00:38:07: Ja angeregt tatsächlich durch eine Fortbildung die wir mal hatten zur bewegten Schule.

00:38:12: Da haben wir ganz viel über bewegte Pausen gelernt und auch gelernt dass eigentlich unsere Lernenden alle zwanzig Minuten aufstehen müssen um halt das höchstmaß an Konzentration zu behalten.

00:38:24: Und ja da gab's so große Welle.

00:38:26: Wir haben wirklich in jedem Unterricht wie wild bewegende pausen mit eingebunden.

00:38:31: Ich muss sagen, also ich weiß nicht wie es bei euch ist.

00:38:33: aber natürlich wenn die Fortbildung gerade zu Ende sind, dann sind die Leute höchst motiviert.

00:38:37: Äppte natürlich mehr so ein bisschen

00:38:38: ab.

00:38:39: Ja genau so!

00:38:41: Ich muss ganz ehrlich sagen, ich hab's auch nicht in jedem Unterricht... Ja, sag was mal so.

00:38:47: Ich liebe meine pädagogische Freiheit.

00:38:49: und wenn ich das letztens mit dem Tanzen gab's zum Beispiel da ging es irgendwie um Musik und ich weiß gar nicht mehr was genau das Thema war und irgendwer rief dann irgendwie eine Musik in Raum ein Interpreten oder sage ich boah ich kenne den gar nicht und alle frau roten als sie kennen den nicht!

00:39:03: Das müssen Sie immer googeln.

00:39:04: Ich also okay kein Problem wir haben ja unsere tollen SmartBoards die haben natürlich super Internet bin ich auf YouTube habe das eingegeben hab die Musik angemacht und aufgedreht.

00:39:13: Das sind die ersten aufgestanden und haben getanzt.

00:39:14: Dann haben wir die Musik ganz laut gehört und haben einfach mal eine Lied durchgetanzt, dann waren alle glücklich!

00:39:22: Und das war der total

00:39:24: tolle Atmosphäre.

00:39:25: Genau oder mit meinem Kurs?

00:39:27: Ich bin ja auch Klassenleitung also ich das ist mein erster Kurs muss man sagen da hängt natürlich vielleicht noch ein bisschen Herz und Emotionen dran.

00:39:34: Da habe ich geschaut dass ich einen Rituale den finde und immer wenn ich bei dem Unterricht bin Ist die bewegte Pause eine Body-Percussion Session Die ich selber... Genau, genau.

00:39:45: Und dann mache ich mit den einer einen Buddy per Cushion.

00:39:47: Wir sind auch schon ganz gut dabei.

00:39:49: Das einzige was so fehlt ist der Kanon.

00:39:51: Da habe ich schon angedroht.

00:39:52: beim nächsten mal brauche ich den Kanon ein und ja Ich reiß sie einfach mit ob sie wollen oder nicht.

00:39:58: da muss es sein die meisten haben Bock drauf und das macht auch total viel Spaß.

00:40:03: Wie geht das mit

00:40:04: Body

00:40:04: Percussion?

00:40:05: Das kriegen wir jetzt hier mit so Video und so nicht hin, dass wir das gemeinsam machen.

00:40:09: Aber wie funktioniert es da?

00:40:11: Ich kann mir das gar nicht vorstellen.

00:40:13: Also du machst Musik mit deinem Körper letztendlich.

00:40:16: also Du hast halt bestimmte Wörter.

00:40:18: zum Beispiel ich mache mit denen wenn Du jetzt dumm machst.

00:40:21: also wenn Du sagst dann eine Bordabfolge, ich sage mal dumm die Clutch Und für Dumm gibt es eine Bewegung Für die gibt's ne Bewegung und für Clutch gibt's eine Bewegungen und dann gehts immer so weiter.

00:40:33: Jedes Wort hat quasi dann eine Aktion.

00:40:35: Zum Beispiel du klatscht in die Hände, klopst dir auf die Schulter, klopfst ihr auf die Beine, klops an dir hoch und das wird dann in einer Reihenfolge gemacht so dass dann Musik entsteht.

00:40:49: Das machen wir alle zusammen.

00:40:51: Jetzt läuft aber sicherlich nicht immer alles glatt Das, was wir von dir gesagt haben auch aus deiner Lehrerin Werdung und mit den Schwangerschaften.

00:41:01: Und Studium und Arbeit und lang durchgearbeiteten Wochenenden.

00:41:07: Wo nimmst du ganz persönlich für dich so Kraft her?

00:41:10: Die Du brauchst um?

00:41:11: ihr habt ja auch Widerstände im System.

00:41:13: Ihr habt ja auf Mitwiderständen zu arbeiten.

00:41:16: Wie gehst du damit um?

00:41:17: hast du für Dich einen Weg gefunden?

00:41:20: Ja ich glaube darüber sprechen.

00:41:23: Ich glaube, man darf auch mal darüber sprechen wenn es nicht so läuft oder einfach zu viel wird.

00:41:27: Das merke ich zum Beispiel, wenn ich ein komplett neues Thema ausarbeite und da auch ein bisschen Deadline habe weil dann fängt der Unterricht an und ich merke okay, das verdichtet sich die Arbeit.

00:41:37: Ich glaube darüber sprechen unten Ausgleich allgemein finden.

00:41:41: also ich hab meine Robbys und Familie die Arbeit sein lassen und auch einfach mal zu sagen, also das habe ich für mich auch tatsächlich gelernt.

00:41:51: Ich kann mal ein Beispiel nennen von meinem einen Kollegen

00:41:55: Wir hatten

00:41:55: eine Fortbildung zum Thema Binn-Differenzierung.

00:41:57: Ich liebe Binn Differenzierungen, es ist super spannend gewesen und dieser Mensch der mit uns die Fortbildung gemacht hat, ist ein wahnsinnig toller Pädagoge.

00:42:05: also der ist wirklich total toll.

00:42:06: den haben wir uns auch gleich öfter mal eingekauft sozusagen.

00:42:10: aber genau mein Kollege war sehr ambitioniert und er hat sofort alle seine Unterrichte geschafft auf Binn differenzieren umzumünsten und alles optimieren

00:42:19: und

00:42:20: das ist krass!

00:42:20: Der hatte einen ganz anderes Arbeitstätten als ich und da habe ich so für mich gedacht hey Mimi, es ist okay wenn du das jetzt nicht leisten kannst.

00:42:27: Ich habe nämlich in der Zeit tatsächlich... Es klingt jetzt lustig aber ich hab mich wirklich eine Woche überstundenfrei bekommen weil ich habe meine Überstunden auch abgebaut.

00:42:35: Das ist ja bei euch glaube ich ein bisschen anders geredet oder an allgemeindelnden Schulen.

00:42:39: Aber ich musste meine Überschuld abbauen!

00:42:41: Und dann kam ich wieder und fragte mich der Kollege.

00:42:44: Und hast du auch was gemacht?

00:42:46: Wie bist du so zurechtgekommen?

00:42:47: Dann habe ich gesagt, weißt du was?

00:42:48: Weißt du, was ich gemacht hab?

00:42:49: Ich hatte nicht mal eine Füße hochgelegt!

00:42:53: Das hat bei mir gedauert.

00:42:55: Also ich bin jetzt an einem Punkt wo ich sage, Mimi es ist okay wenn du nicht alles schaffst.

00:42:58: Es ist ok wenn ein Unterricht nicht perfekt ist.

00:43:01: Es is ok wenn du vielleicht nicht alles im Detail ausgearbeitet hast wie deine Kolleginnen zum Teil weil wir haben wirklich wahnsinnig kompetentes Team.

00:43:09: also wenn Das erzähle, das würde ganz zu weit führen.

00:43:12: Aber wir haben eine sehr hohe Kompetenz und einen sehr hohen Anspruch an uns selbst.

00:43:17: Und dann auch einfach mal zu sagen, liegt die Füße hoch?

00:43:19: Für heute ist es genug ja!

00:43:21: Ich glaube, dass ist das was mich am Ende zumindest aktuell von aktuellen Gesprächen noch gesund hält.

00:43:29: Jetzt könnte ich ganz kurz, Mimmi.

00:43:31: Bei dem was du gesagt hast, du hast jetzt eben keinen Namen genannt bei diesem Herrn der das so super mit der Binnendifferenzierung gemacht hat.

00:43:38: Ich könnte mir gut vorstellen dass ein paar Hörer vielleicht jetzt einen Namen gerne wissen wollen würden und du darfst ihn auch gerne nennen.

00:43:46: also wir sind ja gar nicht so.

00:43:47: Genau die Notiz habe ich mir auch gemacht Alex!

00:43:49: Ich wollte auch gleich fragen.

00:43:51: Guck

00:43:51: mal wie.

00:43:52: ihr kennt es mittlerweile?

00:43:55: Ich muss nur einmal kurz in den Vornamen googeln Gugeln könnte ja raus schmeißen.

00:44:01: Wir schneiden alles raus, was irgendwie schief ist, haben schon so viele Dinge die wir heute rausschneiden mit meiner kaputten Technik.

00:44:05: Das ist

00:44:06: doch eine sehr authentische Folge.

00:44:07: vielleicht lassen wir es auch drin.

00:44:08: Ich kann es nicht beschreiben aber der ist total super.

00:44:12: von dem habe ich das Bitmoji gelernt.

00:44:14: Da könnt ihr von euch selber einen Bitmochi erstellen und er hat das in seine Präsentation mit reingepackt Und das fand ich so erfrischend.

00:44:25: Man erstellt ein Bitmoji zum Beispiel und dann die Präsentation packt ihr in Arbeitsauftrag, na?

00:44:30: Dann hat der ein Bit-Moji von sich erstellt, der so aussieht wie er und dann aber mit einem Symbol irgendwie keine Ahnung Zettel und Stift.

00:44:37: Und dann hat er das in die Präsentation gepackt und es hat mich so gecatchd, dass ich das auch gemacht habe.

00:44:42: Ich hab gerade so ein Deja Vu hier mit dir!

00:44:44: Das ist mega krass!

00:44:45: Ich pack'

00:44:45: das dann auf die

00:44:46: Person zum

00:44:47: Beispiel.

00:44:47: Viel Glück und dann is mein Bitmoji zu sehen.

00:44:49: also ich dann so mit meinem Dutt und meiner Brille.

00:44:54: Wie geil der ist!

00:44:54: Das heißt...ich muss mal kurz googeln?

00:44:57: Jaa, ich hab ihn...also isser das?

00:45:00: Ist das gleich mit diesen Bitmojis?

00:45:03: Alex

00:45:03: lass auch mal welche machen, ich bin grad auch auf dieser Seite.

00:45:08: Bei solchen Dingen bist du ja immer super fix, Tobi.

00:45:11: Ich bräuchte wieder dreimal so lang wie du!

00:45:15: Hallo alle zusammen hier ist Tobias vom Schneidetisch.

00:45:18: ich habe gerade beim schneiden dieser Folge eine Nachricht von Mimi bekommen mit dem Hinweis der Fortmeldung heißt Frank Wachsmann und er isst Seminarleiter in Braunschweig.

00:45:27: wenn ihr ihn also anschreiben wollt findet ihr Kontaktdaten bei uns in den Show Notes.

00:45:30: viel Spaß und zurück in die Vergangenheit.

00:45:37: Ich werde so durch mit unserer freien Liste.

00:45:39: Wir hätten ja noch eine kleine runde überschätzt und unterschätzten wir dafür noch Zeit Alex oder müssen mal den Herrn Koslovsky rein bitten?

00:45:48: Du, der hat sich heute morgen krank gemeldet.

00:45:49: Ach wie gut!

00:45:50: Also ich

00:45:50: mag

00:45:51: das wenn er krank ist.

00:45:52: Ja die hätten jetzt.

00:45:53: also der ist heut eh nicht da würde ich sagen.

00:45:56: Dann machen wir noch eine Runde überschätzt oder unterschädzt Das geht flott.

00:46:00: Alex und ich sagen dir abwechselnd ein Begriff Und dann sagst du, ob der aus deiner Perspektive eher überschätzt wird oder eher unterschätz.

00:46:09: Wenn Du willst einen Satz als Erklärung Katze machen musst Du aber nicht und ich gehe gleich mal los mit dem ersten Wort.

00:46:15: Mimi, wird das überschätzt?

00:46:16: Oder unterschädzt?

00:46:18: Schulnoten!

00:46:19: Also wir diskutieren gerade darüber die mündliche Note abzuschaffen Aber wir sind noch nicht soweit gekommen.

00:46:24: deswegen Ich finde

00:46:26: es ja Frontalunterricht

00:46:28: Haltig nicht Ultrafie von also er.

00:46:30: dann ist es eher unterscherzt oder

00:46:32: Überschätzt.

00:46:33: Dann

00:46:33: ist es

00:46:33: übersch... Nee, dann wäre's überschätzst weil es für zu toll gehalten wird.

00:46:37: Ja genau!

00:46:38: Wir können doch sagen Hop oder Top?

00:46:40: Alex überhaupt überschätzen und unterschätzen ist voll schwierig.

00:46:42: Hop oder top heißt das viel geiler.

00:46:43: Ist natürlich sehr verpauschalisiert.

00:46:45: ne aber es geht ja darum so einen kurzen Eindruck von dir zu kriegen

00:46:48: Mimimi.

00:46:48: Machen wir hop oder top, hop-hop oder top ist geiler.

00:46:51: Äh nächster Begriff Mimmy Pausen.

00:46:53: Top.

00:46:54: Wissen Sie ein?

00:46:55: Digitalisierung in der Schule.

00:46:57: Das geht schnell bei mir vor allem mit euren geilen Boards da.

00:47:01: ähh

00:47:02: Die meins Krankenhaus.

00:47:03: Hierarchie auf Station die perfekte Stundenplanung.

00:47:09: Oh, ich glaube da habe ich ja ein Bauchgefühl gekriegt.

00:47:11: für dich jetzt was wir da sagen

00:47:13: nicht bitte keine Perfektion

00:47:18: Kaffee.

00:47:21: okay das war es Ja dass

00:47:23: wir sind ziemlich am Ende und haben uns angewöhnt unseren Gästinnen noch eine Abschlussfrage zu geben, dass ihr quasi das letzte Wort habt.

00:47:33: Und das wäre für dich quasi die Frage ob du noch einen Satz hast den du HörerInnen mitgeben willst.

00:47:40: Gibt es ein Satz denen die Hörerin die gerade hier doch dabei sind?

00:47:44: Den die aus dieser Folge mitnehmen sollten?

00:47:46: welcher wäre das

00:47:48: Mimmy bevor du antwortest?

00:47:50: also weil das ist ja schon das ende.

00:47:51: ich habe mir die ganze zeit aufgeschrieben.

00:47:53: weißt du was?

00:47:54: ich wollte einfach mal danke sagen du bist

00:47:56: der süß?

00:47:57: nein mir ist einfach aufgefallen.

00:47:59: weiß wir haben im vorhinein tobi irgendwie recherchiert und wir wissen mittlerweile dass die pflege einer der ganz wenigen bereiche ist wo es mehr und mehr azubis und nachfrage gibt.

00:48:09: Weil es ist irgendwie ein trend in der republik, dass die leute wieder mehr in die pfege gehen wollen wenn sie dort genau auf so begeisterte Lehrkräfte wie dich treffen.

00:48:20: Die

00:48:20: kann dann nur wirklich schätzen

00:48:22: steigert, dass die Wahrscheinlichkeit erstens das Sie auch dabei bleiben und zweitens dass sie vielleicht sogar Werbung für diesen wichtigen Beruf machen der in Zeiten des demografischen Wandels auch immer wichtiger wird.

00:48:33: Und danke

00:48:35: Danke auch.

00:48:37: und nicht nur die Schüler nehmen ja nicht nur den Schülerin was mit sondern auch die Patientinnen weil die ja auch besser ausgebildete SchülerInnen dann bekommen und es zieht sich ja über Jahre und Jahrzehnte so ein Welleneffekt auch aus der Lehre, die du machst.

00:48:52: Ja definitiv das ist ja auch mein Ziel eigentlich, die Begeisterung so zu begeistern, die Kompetenzen so zu schaffen dass man nicht nur in den Beruf anfängt sondern eigentlich auch bleibt und diese Leidenschaft die man hat reintragen kann, wenn man noch in der Pflege arbeitet.

00:49:09: Also Sie sehen ja ich bin doch dabei und sage ich auch immer, ich bin seit zwölf Jahren auf der Intensivstation!

00:49:14: Ich bin seit Zwölf jahren auf der gleichen Station, dass das möglich ist und das finde ich auch gibt ja nochmal eine andere Hoffnung als würde man sagen, boah nee also ich habe den Job gleich an Nagel gegangen und dann stehe ich da aber und unterrichte das.

00:49:24: Also wisst ihr was ich meine?

00:49:25: Das ist normal.

00:49:27: eine andere Glaubwürdigkeit

00:49:30: glaube

00:49:33: Der Schlusssatz, also nochmal zu dem was Tobi gesagt hat.

00:49:36: Ein Satz den unsere Hörerinnen und Hörern aus dieser Folge mitnehmen sollten.

00:49:40: Welcher wäre das?

00:49:42: Man kann auch Lehrperson auf Unwegen sein.

00:49:47: Man braucht keinen Gradlinien-Werdegang über ein reines Studium um sich in der Lira Rolle zu finden für seinen Beruf zu brennen und gerade dann auch in der Berufssfachschule einfach diese Theorie und Praxis zu vertan.

00:50:04: den jungen Menschen ja ganz viel Kompetenz und Mut für ihren Berufsalltag mitzugeben.

00:50:12: Und das finde ich, glaube ich ist eine wichtige Botschaft mit einem Ding was wir machen also einer mit dem wie ich im Unterricht stehe dass ich ehrlich zu mir selbst bin dass ich mich nicht verstelle vor den Lernenden sondern einfach so bin, wie ich bin mit meinen Stärken aber auch meinen Schwächen und ja dann auch die Lernenden im Lernen zu begleiten.

00:50:34: Im Wachsen zu begleichen und manchmal sehe ich mein Beruf auch ein bisschen... Ja es ist eigentlich für mich teilweise wirklich eine Ehre diese Menschen in ihrer wirklich vulnerablen Zeit zu sehen, zu erleben, aber auch ein Stück weit vornzudürfen und dass wir uns das einfach beibehalten und denen dann ganz viel Ja Kompetenz, Stärke.

00:50:55: Und Mut wie ich eben schon sagte mitgeben damit sie im Berufsalltag gut starten können und dann auch am Ende bestmöglich dabei bleiben.

00:51:04: Eine ganz bemerkenswerte Einstellung.

00:51:07: Mimmy ich kann mich Alex nur anschließen und sagen Boah die Schüler können sich wirklich glücklich schätzen und auch die Patientinnen die dann diese Schüler erleben dürfen.

00:51:16: Mimi wir sagen ganz herzlich danke dass wir anstecken können.

00:51:19: wir glaube ich sagen und an euch da draußen.

00:51:21: Wenn euch diese Folge auch etwas gegeben hat, dann teilt sie gerne hier mit Freunden und Kollegen.

00:51:27: Alles über uns findet ihr auf www.leerenlieben.de Denn genau solche Geschichten wie die von Mimi brauchen wir in Schule!

00:51:35: Und danke Mimi, schön dass du das mit uns geteilt hast.

00:51:38: Ich danke euch auch und danke, dass ich eine Stimme bekommen habe und mein ja doch etwas anderes umwerdet.

00:51:44: Also dann bis zur nächsten Folge, macht's gut.

00:51:46: Passt auf euch auf und denkt dran.

00:51:48: es ist und bleibt doch irgendwie der beste Job der Welt oder?

00:51:52: Tschüss!

00:51:52: Machts Gut Bis zur nächsten

00:51:57: folge.

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